#89 Gehaltsstruktur im Vertrieb - Fixum, Provision & Bonus. Tipps für optimale Vergütung

Shownotes

🚀 Hauptthemen der Folge

Gehaltsstruktur im Vertrieb – Fixum, Provision & Bonus optimal gestalten:

  • Fixum vs. Provision: Wie viel Fixum ist sinnvoll, und wie hoch sollte die Provision ausfallen, um Motivation und Leistung zu fördern?
  • Hunter vs. Farmer: Warum Persönlichkeitstypen im Vertrieb entscheidend für die Gehaltsgestaltung sind und wie du die richtigen Anreize schaffst.
  • Branchenunterschiede und Praxisbeispiele: Von der Medien- bis zur IT-Branche – konkrete Modelle und Tipps für eine faire Vergütung.
  • Wichtige Tools für den Start: CRM-Systeme, Zielberechnungen und praktische Incentives, die die Motivation deines Teams steigern.

📌 Warum solltest du reinhören?

  • Erfahre, wie du ein Gehaltsmodell entwickelst, das perfekt zu deinem Unternehmen und deinem Vertriebsteam passt.
  • Entdecke branchenspezifische Vergütungsmodelle und lerne, wie du Fixum und Provision klug kombinierst.
  • Lass dich von praxisnahen Beispielen inspirieren und finde heraus, welche Tools deinen Vertriebsstart erleichtern.

💡 Für wen ist diese Folge besonders interessant?

  • Für Unternehmer:innen und Führungskräfte, die ein Vertriebsteam aufbauen oder optimieren möchten.
  • Für HR- und Vertriebsverantwortliche, die faire und motivierende Vergütungsmodelle entwickeln wollen.
  • Für alle, die im Vertrieb arbeiten und die Logik hinter Gehaltsstrukturen besser verstehen möchten.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Heute sprechen wir über eines der heißesten Themen im Vertrieb und zwar die Gehaltsstruktur.

00:00:05: Wie viel Fixum sollte eigentlich ein Vertriebsmitarbeiter bekommen?

00:00:08: Wie hoch sollte die Provision ausfallen?

00:00:10: Und wie berechne ich das eigentlich alles überhaupt, wenn ich zum Beispiel Gehaltsverantwortung habe?

00:00:15: Als Vertriebsleiter beispielsweise oder auch als Geschäftsführer, Geschäftsführerin.

00:00:20: Diese Fragen höre ich tatsächlich oft von meinen Vertriebplan bzw. auch Kunden in meinem Coaching.

00:00:26: Und sie lassen sich einfach nicht pauschal beantworten.

00:00:28: Es gibt nämlich große Unterschiede zwischen Branchen, Unternehmensmodellen und auch Persönlichkeitstypen im Vertrieb.

00:00:34: Aber keine Sorge, heute gebe ich euch ein paar sehr gute Orientierungspunkte, die euch dabei helfen,

00:00:40: die richtige Struktur für euer Team zu finden.

00:00:42: Deswegen bleibt dran, hört direkt weiter rein.

00:00:45: Ich wünsche euch ganz viel Spaß und let's go!

00:00:47: [Musik]

00:00:58: Ich wünsche allen meinen Vertriebsverliebten da draußen einen wunderschönen Wochenstart.

00:01:03: Mein Name ist Helena Schäfer und ich lebe und atme Vertrieb.

00:01:06: Und hier in meinem Podcast dreht sich alles rund um die Themen Vertrieb, praktische Verkaufstipps

00:01:11: und wie du das richtige Verkäufer-Mindset entwickelst.

00:01:13: Und was meinen Podcast dabei besonders macht, ist der Praxisbezug.

00:01:17: Alle meine Tipps und Methoden habe ich zuvor selber getestet und erfolgreich angewendet.

00:01:21: Ich bin selber nämlich noch aktive Vertrieblerin und kämpfe genau wie du da draußen

00:01:25: Woche um Woche um positive Verkaufsergebnisse.

00:01:27: Das heißt, du kannst dir also sicher sein, dass meine Ratschläge hier nicht einfach nur blanker veralteter Theorie entsprechen,

00:01:34: sondern in der Praxis wirklich funktionieren und sofort umsetzbar sind.

00:01:38: Und damit herzlich willkommen zur heutigen Folge Gehaltsstruktur im Vertrieb, Fixum, Provision und Bonus,

00:01:45: wie ist das Ganze aufgebaut, was gibt es da für Modelle etc. etc.

00:01:49: Erst einmal wollte ich mich an dieser Stelle nochmal entschuldigen, dass letzte Woche die Folge ausgefallen ist.

00:01:55: Es tut mir unglaublich leid. Ihr wisst es ja, wenn ihr hier schon länger mit rein hört.

00:01:59: Ich bin wirklich konstant seit über zwei Jahren dabei, Inhalte zu liefern.

00:02:04: Ja und ich halte auch wirklich meinen Wochentunus ein.

00:02:07: Aber letzte Woche ging es einfach nicht.

00:02:09: Da ist dieser spontane Spanien-Tripte zwischengekommen.

00:02:13: Deswegen ist es mir einfach nicht möglich gewesen, in die Vorproduktion zu gehen.

00:02:18: Und deswegen freue ich mich heute umso mehr auf diese Folge, weil es ja für mich auch schon zwei Wochen her ist,

00:02:23: dass ich eine Folge produziert habe und das natürlich ganz schrecklich vermisst habe.

00:02:28: Obwohl ich tatsächlich sagen muss, dass es mir letzte Woche echt gut ging, Leute.

00:02:32: Also ich saß in Valencia mit meinen besten Freunden am Strand,

00:02:37: und ich bin so gegen, ich würde sagen, 20, 21 Uhr schön mit Jäckchen noch,

00:02:42: schön ins Meer geblickt, ein kühles Bier in der Hand.

00:02:46: Also einfach nur, man kann es einfach nicht beschreiben, wie schönes Leben einfach ist.

00:02:52: Also ich persönlich bin immer unglaublich geflasht davon,

00:02:57: wie schön es einfach ist, an so einer Promenade zu sitzen, den Meer zu lauschen,

00:03:01: den klaren Sternenhimmel zu sehen und einfach nur mit seinen Liebsten dazu sitzen

00:03:06: und über Gott und die Welt zu sprechen. Also das hat einfach so gut getan.

00:03:10: Ja, und es ist einfach der Wahnsinn. Es ist einfach warm.

00:03:13: Also ich bin wirklich Ende November dort mit Top rumgelaufen

00:03:18: und wie gesagt, abends saß ich dann da mit Jacke, da war es doch schon ein bisschen kühler,

00:03:21: aber jetzt nicht so wie jetzt hier in Deutschland.

00:03:24: Es ist wirklich verrückt. Also jedes Mal, wenn ich in Spanien bin, denke ich mir so,

00:03:28: ja, das wäre auf jeden Fall so ein Plätzchen, wo ich mich mal niederlassen könnte.

00:03:31: Mal gucken, wie es nächstes Jahr aussieht. Ich arbeite ja darauf hin.

00:03:35: Ich bin einfach so, wie ich es jetzt online managen zu können,

00:03:38: einfach weil ich wirklich in ein wärmeres Land gehen möchte.

00:03:41: Mir fehlt das einfach. Ich brauche das Meer. Ich brauche die Sonne.

00:03:44: Ich brauche diese Wärme einfach. Ich gehe da am meisten auf.

00:03:48: Ich fühle mich da am wohlsten und so wie jetzt das Wetter ist, ja, ich will nicht meckern,

00:03:53: aber wie gesagt, das ist einfach nichts für mich.

00:03:55: Und deswegen, also ich halte euch da auf dem Laufenden, wie es nächstes Jahr aussieht,

00:03:59: aber das wird auf jeden Fall eins meiner Ziele sein, da mal ein, zwei Monate hinzugehen

00:04:03: und dann mal zu schauen, wie es ist, so von der Ferne aus alles zu managen.

00:04:07: Ist ja in der heutigen Zeit alles möglich.

00:04:09: Okay, also ich habe jetzt genug Werbung gemacht, genug von meinem Urlaub erzählt jetzt.

00:04:15: Ich möchte jetzt zum Wesentlichen kommen, um zwar zum Kernenhalt dieser heutigen Folge.

00:04:20: Das ist Gehaltsstruktur im Vertrieb, was ja tatsächlich ein sehr, sehr wichtiges,

00:04:25: essenzielles Thema ist, weil wir alle müssen irgendwas tun, um unsere Brötchen zu verdienen

00:04:31: und genau so ist es natürlich auch im Vertrieb.

00:04:33: Da geht es um Geld, da geht es um Gehalt, da geht es um Provision

00:04:36: und da frag ich mich natürlich auf der einen Seite als Vertrieblerin, ja, was sind so Vergleichswerte,

00:04:43: bekomme ich genug Fixum, ist meine Provision hoch genug und auf der anderen Seite,

00:04:48: auch aus der Vertriebsleiter bzw. Geschäftsführersicht, ist natürlich auch immer wieder die Frage,

00:04:53: ja, wie viel soll ich denn überhaupt an Fixum bezahlen?

00:04:56: Wie viel ist denn üblich an Provisionen, etc., etc.

00:04:59: Und das heutige Kernthema wurde angeregt von einem meiner Kunden, ich habe noch,

00:05:03: ich sag mal, neben meiner Vertriebstätigkeit natürlich auch Beratungsdienstleistungen,

00:05:07: die ich anbiete und da habe ich einige Kunden über alle Branchen hinweg, sag ich mal,

00:05:13: also einer zum Beispiel aus der Medienbranche, der andere aus der Baubranche, der andere ist jetzt ein Maler

00:05:17: und da ist eigentlich also über alle Branchen hinweg natürlich dieses Gehaltsmodell,

00:05:23: Gehaltsstruktur ein unglaublich essenzielles Thema

00:05:26: und da ist immer wieder dieselbe Frage, also auch relativ am Anfang so einer Beratungsdienstleistung,

00:05:31: sag ich mal, die mir dann gestellt wird, Helena, du sag mal, wie soll ich eigentlich Fixum und Provision gestalten,

00:05:37: um meinen Vertriebsteam optimal zu motivieren? Also was gibt es dafür Punkte, wie soll ich das beachten

00:05:41: und dann werden da Passen und dann Fragen auf mich ein, so wie soll ich das machen, bla bla bla,

00:05:45: ich habe mir das gedacht, wie findest du das, etc., etc.

00:05:48: Und genau deswegen ist die heutige Folge da und ich möchte also am Anfang jetzt einmal darauf hinweisen,

00:05:54: dass die Gehaltsstruktur im Vertrieb ein extrem komplexes Thema ist

00:05:59: und was in einem Unternehmen funktioniert, kann und ist in einem anderen komplett anders

00:06:05: und kann sogar im schlimmsten Fall scheitern.

00:06:08: Und deswegen ist der erste wichtigste Punkt, den ich hier an dieser Stelle herausstellen möchte,

00:06:14: dass es riesige Unterschiede zwischen den Branchen gibt, zum Beispiel ist in der Medienbranche

00:06:20: ein Provisionssatz zwischen 10 bis 30, ich habe auch schon mal 40 Prozent gesehen,

00:06:27: üblich, während in der IT-Branche, das habe ich selber gar nicht geglaubt, bis ich es mir erklären lassen habe,

00:06:33: Provisionen von über 100 Prozent möglich sind.

00:06:36: Und das liegt einfach daran, dass IT-Unternehmen, die beispielsweise softwares verkaufen,

00:06:42: die nicht an dem Erstabschluss verdienen, sondern an der Pauschale, die zur Nutzung der Software vereinbart wird.

00:06:49: Also keine Ahnung, du verkaufst zum Beispiel CRM-Systeme, dann verdienst du natürlich an der monatlichen Betreuung

00:06:56: oder der monatlichen Pauschale, die deine Software kostet, damit es gewartet wird,

00:07:00: damit du das System nutzen kannst etc.

00:07:02: Also das damit verdient ein IT-Unternehmen in diesem Bereich das Geld.

00:07:07: Und deswegen wird dann quasi beim Erstabschluss gesagt, okay, du kriegst zum Beispiel den dreifachen Betrag

00:07:12: der ersten Monatspauschale irgendwie als Provision.

00:07:16: Also es sind dann meistens gar nicht so hohe Summen, aber der Prozentsatz hört sich wirklich extrem an.

00:07:22: Und darüber hinaus ist es auch unglaublich wichtig, Vertrieb ist ja nicht gleich Vertrieb,

00:07:27: obwohl ich persönlich eine ganz, ganz klare Vorstellung von Vertrieb habe, für mich ist Vertrieb das ganz Klassische.

00:07:33: Ich gehe raus, ich mache meine Akquise, ich baue mir meine Kunden auf, ich erstelle Angebote, ich fasse nach,

00:07:41: ich wende das Empfehlungsmarketing an und so weiter und so fort.

00:07:46: Also das ist für mich alles der klassische Vertrieb, aber ich durfte in den letzten Jahren auch für viele verschiedene Bereiche des Vertriebs kennenlernen,

00:07:54: die einfach unter das Dach des Vertriebes dazugehören, zum Beispiel Key-Account-Betreuungen,

00:08:00: Innendienste, Vertriebsinendienste, die inbauen, also quasi eingehende Anrufe annehmen und dann quasi eine Bestellung abwickeln,

00:08:09: hat ja auch irgendwas mit Vertrieb zu tun.

00:08:11: Und da ist es natürlich was ganz anderes als jemand, der da sitzt und sich die Lieds zusammensucht und die Kalderquise macht

00:08:19: und zum Kunden rausfährt und so weiter.

00:08:21: Das gehört zwar alles so unter das Dachvertrieb, aber sind einfach zwei Paar, also zwei verschiedene Schuhe so.

00:08:28: Und deswegen ist dieser Aspekt einfach, also jetzt über die Branche hinaus, wir müssen uns immer anschauen,

00:08:34: okay, in welcher Branche bewegen wir uns, welche Vergleichswerte haben wir und du musst dir auch immer bewusst sein,

00:08:40: welche Art von Vertriebler will ich denn überhaupt einstellen, welche Art von Vertriebler habe ich bereits im Team

00:08:46: und was passt überhaupt zu meinem Unternehmen und in welches Vertriebsmodell.

00:08:51: Geht es zum Beispiel um den hungrigen Hunter, der immer auf der Jagd nach neuen Kunden ist und langfristig sein Zielgehalt

00:09:00: vielleicht sogar das Doppelte liegt als der Unternehmer oder die Führungsperson selber, oder sucht ihr den Farmer,

00:09:07: das nennt man quasi Hunter Farmer, das sind so die zwei gängigsten, ich sag mal Vertrieblertypen, ja.

00:09:13: Ein Farmer ist im Gegensatz zum Hunter, der Gewissenhafte, der sich um Bestandskunden kümmert, der langfristige stabile Ergebnisse liefert.

00:09:20: Das sind zwei völlig verschiedene Vertriebstypen, ja. Und diese Persönlichkeitstypen brauchen natürlich unterschiedliche Gehaltsmodelle,

00:09:29: was die quasi motiviert, antreibt, stabilisiert und genau das schauen wir uns heute an, ja.

00:09:35: Also mir war es einfach nochmal wichtig zu sagen, es gibt erhebliche Unterschiede zwischen Branche

00:09:40: und auch zwischen den Vertriebler als solche, die du im Team hast, ja.

00:09:44: Das musst du dir im Voraus erstmal bekannt, also quasi bewusst sein, damit du überhaupt über so eine Gehaltsstruktur nachdenken kannst.

00:09:52: So. Und ich habe dann zum Beispiel angefangen, da gehe ich gleich auch nochmal drauf ein, was ich dann zum Beispiel mit meinem Kunden

00:10:00: in der Beratungsdienstleistung gemacht habe, aber es gibt ja zwei wesentliche Punkte, die sich in der Gehaltsstruktur,

00:10:08: wie sich quasi ein Gehalt zusammensetzen, das ist einmal das Fixum und die Provision.

00:10:12: Und da ist natürlich eine essenzielle Frage, wie berechnet man das?

00:10:16: Fangen wir mal mit dem Fixum an. Also wenn wir vom klassischen Vertrieb ausgehen, bei dem ein Vertriebler dafür eingestellt wird,

00:10:22: Akquise zu betreiben, Neukunden zu gewinnen, Bestandskunden auszubauen und nachzubetreuen,

00:10:27: das ist das, was ich unter Vertrieb, unter klassischem Vertrieb verstehe, dann ist das Fixum lediglich dafür da,

00:10:33: die wichtigsten Fixkosten zu decken. Also du brauchst schon eine gewisse Sicherheit im Hinterkopf,

00:10:40: dass du weißt, okay, wenn alle Stricke reißen, wenn ich keine Ahnung, einen Unfall habe, wenn ich mal ausfalle,

00:10:45: dann sind zumindest Miete und Essen bezahlt. Mehr nicht, kein Lifestyle, kein gar nichts.

00:10:51: Und üblicherweise, also bei einer 40-Stunden-Woche, wenn wir das mal so auf so ein Jahresgehalt hochrechnen,

00:10:58: dann habe ich schon alles gesehen zwischen 18.000 bis 40.000, wobei ich echt sagen muss, also 18.000 ist schon echt heftig wenig.

00:11:07: Bei mir war es immer so, also bei den Unternehmen, wo ich gearbeitet habe, irgendwas zwischen 25 und 36,

00:11:15: also dass du so ungefähr auf zwei, drei Brutto jeden Monat rausgekommen bist, wie gesagt, war eine Absicherung,

00:11:21: Miete war bezahlt, Kühlschrank gefüllt und vielleicht noch paar Telefonrechnungen bezahlt, aber dafür sollte ein Fixum da sein.

00:11:27: Wenn du allerdings mehr in Richtung Key-Account-Betreuung gehst oder in Richtung Innendienstvertrieb,

00:11:34: sogenannte inbauend Calls, die du annimmst, keine Ahnung, zum Beispiel Telefonendienstleister,

00:11:41: ganz, ganz bestes Beispiel eigentlich an der Stelle Telekom, du nimmst die eingehenden Anrufe an,

00:11:48: du bist zum Beispiel auf der Webseite irgendwo auf Magenta oder so und dann telefonieren sie jetzt mit unserem Berater,

00:11:55: dann hast du ja schon ein potenzielles Kaufinteresse und rufst dann dort aktiv an, das ist inbauende Telefonie.

00:12:00: Das ist natürlich was komplett anderes meiner Meinung nach als das, was wir jetzt gerade im Vertrieb besprochen haben mit "Ich gehe raus,

00:12:08: Akquise", etc., etc.

00:12:10: Und in solchen Vertriebsmodellen oder Bereichen ist eher das richtige Wort, sind relativ hohe Fixgehelter üblich,

00:12:21: also alles zwischen 40 bis 70 k habe ich schon gesehen

00:12:26: und allerdings dann nur noch mit einem sehr kleinen variablen Anteil, so dass du zum Beispiel mit Bonuszahlungen

00:12:33: vielleicht auf maximal, ich sag mal, 80.000, 90.000 kommst, was auch ein Topgehalt ist,

00:12:40: aber ich persönlich als klassische Hunterin, ja,

00:12:44: mir war das, also so, mir war es einfach immer lieber, dass ich mit meiner eigenen Leistung das Maximals daraus holen konnte

00:12:51: und deswegen wäre für mich zum Beispiel so ein Modell, wo sich das Aufteil auf irgendwie 70 Fixum oder 80 Fixum und 20 Provision

00:12:59: würde mich persönlich überhaupt nicht reizen, dann würde ich mich auf so eine Stelle auch nicht bewerben,

00:13:04: weil ich immer so den Deckel irgendwie vor Augen hätte, obwohl es ungedeckelt ist, aber ich wüsste, okay,

00:13:09: ich könnte tun und machen, was ich will und vielleicht das doppelte Anlietsabarbeiten und so,

00:13:14: das würde vielleicht am Ende am Zielgehalt vielleicht irgendwie 10 bis 20.000 ausmachen.

00:13:20: Also ist einfach nochmal was anderes.

00:13:23: So, wohin gegen der klassische Farmer natürlich genau das bevorzugt, ja, also das er sagt, okay, ich brauche meine Stetigkeit,

00:13:29: ich mag das und ich mache meinen Job konstant, gewissenhaft und regelmäßig und mir ist es einfach wichtig,

00:13:35: dass ich dafür ein tolles, solides Gehalt bekomme, vielleicht schaffe ich noch den ein oder andere,

00:13:40: ich sag mal Vereinbarung, quasi Zielvereinbarung, dann kriege ich vielleicht nochmal irgendwie 5.000 Euro Bonus,

00:13:47: damit bin ich super happy, kann meine Familien nähern, alles schick.

00:13:50: Weniger Risiko, mehr Sicherheit, dafür wie gesagt, gehaltstechnisch, passt sich das dann an.

00:13:56: So, was die Provision angeht, ist tatsächlich also unglaublich abhängig von der Branche und dem Geschäftsmodell

00:14:05: und der Art des Vertriebs, was ich ja Eingang schon gesagt habe.

00:14:08: Also Medienbranche, da komme ich her, da habe ich schon viele Unternehmen gesehen,

00:14:13: da kann ich relativ sicher behaupten, dass die üblichen Provision-Sätze zwischen 10-30% liegen.

00:14:21: Wenn du zum Beispiel in der Key-Account-Betreuung bist, also sagen wir mal bei großen nationalen, internationalen Kunden,

00:14:28: dann liegen teilweise die Provision-Sätze bei einem Prozent oder 0,5% pro Abschluss.

00:14:35: Das bedeutet aber, dass die Abschlüsse auf der anderen Seite oft in Millionenhöhe sind

00:14:40: und dann kriegst du zum Beispiel pro Abschluss, wenn du dann irgendwie 4-5 Abschlüsse pro Jahr machst,

00:14:45: trotzdem deine 5-10.000 pro Vision pro Abschluss, kommt immer ganz drauf an.

00:14:50: In der IT-Branche habe ich ja gerade gesagt, über 100% bis 200% habe ich auch schon mal gesehen,

00:14:56: da ist es aber meistens immer einmal Abschlüsse und wenn du den Kunden an hast, dann zahlt er seine Pauschale

00:15:01: und daran verdient du dann nichts mehr.

00:15:03: Bei Konsumgütern ist es häufig fixumlastiger, da die Verkaufsmengen stabiler sind

00:15:10: und in der Versicherungsbranche habe ich auch schon einige Unternehmen kennengelernt, einige Modelle.

00:15:16: Da ist es so, dass der Abschluss, wenn du zum Beispiel Versicherungen verkaufst,

00:15:20: oft in Auftragseinheiten abgerechnet wird und im klassischen Strukturvertrieb ist es so,

00:15:26: wenn wir zum Beispiel jetzt mal so an Richtung Allianz denken, Bamenia, Ergo, was auch immer,

00:15:32: da ist es eigentlich immer dasselbe Modell.

00:15:34: Du schreibst quasi Auftragseinheiten und ab einem gewissen Punkt steigst du dann eine Vertriebsstufe höher

00:15:41: und verdienst dann pro Auftrag quasi mehr Geld, weil du mehr Auftragseinheiten verdienst.

00:15:47: Also das ist so klassischer Strukturvertrieb, sagen wir mal, du fängst jetzt neu an auf Stufe 1,

00:15:53: dann verdienst du pro Auftrag, zum Beispiel wenn du eine Zahnzusatzversicherung abschließt,

00:16:00: 5 mal 11 Auftragseinheiten sind insgesamt 55 Auftragseinheiten und das wird dann quasi ein Euro abgerechnet

00:16:07: und wenn du dann in der dritten Stufe bist, dann kriegst du nicht 5 mal 11 Auftragseinheiten,

00:16:12: sondern zum Beispiel 5 mal 22 Auftragseinheiten, also quasi das doppelte Pro Abschluss.

00:16:17: Also ist ein bisschen, ich will da nicht so tief in das Thema einsteigen,

00:16:22: aber auch das ist zum Beispiel ein absolut gängiges Modell in der Versicherungsbranche,

00:16:27: was natürlich komplett anders wieder abgerechnet wird als zum Beispiel in der Medienbranche

00:16:32: und Bonuszahlungen darüber hinaus, wenn wir jetzt mal über alle Branchen hinwegsehen,

00:16:36: sind natürlich absolut individuell und unabhängig von Branchen, von Vertrieb, kalkulierbar, verhandelbar etc. etc.

00:16:45: Also da kann sich ja jedes Unternehmen überlegen, okay, was kann ich vereinbaren,

00:16:50: welche Ziele kann ich erreichen und was kann ich on top zum Beispiel geben.

00:16:54: Wenn wir zum Beispiel bei der Versicherungsbranche bleiben, dann weiß ich zum Beispiel,

00:16:57: dass sobald du eine Stufe geschrieben hast, also höher aufgestiegen, bis es dann einmal Bonizahlungen gibt,

00:17:03: in der Medienbranche ist es zum Beispiel total üblich, dass du einen Umsatzziel festlegst

00:17:07: und sobald du das erreicht hast, kriegst du dann quasi auf dein erreichtes Ziel nochmal eine einmalige Provisionszahlung.

00:17:15: In anderen Branchen ist es zum Beispiel so, dass wenn du eine bestimmte Stufe erreicht hast,

00:17:19: du dann ab dieser Stufe mehr Provision pro Abschluss bekommst, das ist ja auch so was wie eine Bonuszahlung.

00:17:25: Aber da kommen wir gleich nochmal bei den Beispielen dazu, weil da habe ich euch nochmal drei Beispiele aufgeführt,

00:17:31: wie das in der Praxis mal so Branchen übergreifend aussehen kann, okay?

00:17:36: So, dann, bevor wir zu den Beispielen gehen, es ist mir nochmal sehr, sehr wichtig,

00:17:42: die verschiedenen Vertriebstypen gegenüberzustellen.

00:17:47: Also, wenn wir jetzt mal so der klassische Hunter vs. Farmer uns anschauen,

00:17:51: das ist nämlich wichtig auch für das Beispiel, was ich euch mitgebracht habe,

00:17:55: dann will der Hunter, wenn du einen klassischen Hunter suchst, wenn du Hunter in deinem Vertriebsteam hast,

00:18:00: die haben einfach einen richtig krassen Fokus auf Abschluss, Neukundengewinnung und einfach allgemein Umsatz, Umsatz, Umsatz.

00:18:08: Das heißt, der Hunter an sich braucht ein Provisionsmodell, das jeden Abschluss belohnt,

00:18:14: und weil so bleibt er motiviert, die sind Geld motiviert, Status motiviert,

00:18:18: da kann ich mich auf jeden Fall auch dazu zählen, das ist das, was mehr im Vertrieb immer richtig Bock gemacht habe.

00:18:23: Ich wusste, ich fahre da jetzt raus, ich sammel den Abschluss ein und habe mit diesem Termin zum Beispiel 3.000 Euro verdient.

00:18:29: Das ist ein mega geiles Gefühl, hat mich total motiviert, und das ist genau das, was ich gebraucht habe.

00:18:34: Ich hatte das fix um überhaupt nicht interessiert.

00:18:36: Und deswegen war es für mich wichtig.

00:18:38: Die allererste Frage, die ich gestellt habe, als wir quasi über Gehalt und so was gesprochen haben im Bewerbungsgespräch,

00:18:45: ja, was verdient denn der Beste bei euch? Also was ist möglich?

00:18:48: Ah ja, okay, also mir war es einfach wichtig, okay, wie weit kann ich gehen, wie kann ich mir das vorstellen?

00:18:53: Das fix um war mir völlig egal. Also klar war es cool, das zu wissen so,

00:18:57: aber ich dachte mir so, ja okay, aber ich hole doch eher alles mit der Provision.

00:19:00: raus, so ticken zum Beispiel Hunter. Farmer auf der anderen Seite braucht auch jedes Unternehmen,

00:19:05: weil es kann nicht nur jemand die ganze Zeit jagen, jagen, jagen und die Kunden da reinschieben und

00:19:11: nachher werden die zum Beispiel gar nicht mehr betreut, weil dein Jagdinstinkt so krass ausgeprägt

00:19:15: ist. Farmer sind auch im Vertrieb unglaublich wichtig, um diese Kundenstruktur zu halten und

00:19:21: die haben einen extremen Fokus auf Bestandskundenpflege und langfristige Kundenbeziehungen und

00:19:26: die brauchen im Gegensatz zum Hunter eher eine Stabilität und eine Vergütung, die diese Konstanz

00:19:32: belohnt. Das bedeutet also, da die legen sehr wohl Wert darauf auf ein höheres Fixum und auf eine

00:19:39: moderate Provision, die zum Beispiel einen gewissen Jahresumsatz oder ein halbjahres Umsatz

00:19:46: belohnt, wo man sagt, hey, du schau mal, wenn du die Kunden um, keine Ahnung, wenn du deinen

00:19:50: Umsatz, deine laufenden Bestandskunden irgendwie um 10 Prozent steigerst, dann kriegst du noch

00:19:55: mal eine einmalige Bonizahlung von XY und Prozent und damit sind die super happy, weil denen einfach

00:20:00: andere Sachen wichtig sind. Also Hunter versus Farmer ist, glaube ich, jedem klar, hat jeder

00:20:06: schon mal irgendwie gesehen, auch wenn du länger im Vertrieb mit dabei bist oder vielleicht hast

00:20:12: du dich ja selber schon an einigen Punkten erkannt. Also Hunter sind relativ schnell und einfach zu

00:20:16: identifizieren, das kann ich auf jeden Fall sagen. Okay, kommen wir mal jetzt zu den konkreten Beispielen,

00:20:24: die greifbar sind, damit du dir auch wirklich vorstellen kannst, okay, wie könnte ich denn für

00:20:29: mich persönlich jetzt ein Gehaltsmodell entwickeln oder wie kann ich mir das vorstellen, damit ich

00:20:34: auch einen gewissen Vergleich in meiner Branche habe. Also frisch ist es und bestes Beispiel jetzt

00:20:41: gerade ein Kunde von mir, der in meiner Beratung drin ist, hat einen kleinen Malerbetrieb in

00:20:47: Hamburg und er will einen Vertriebler einstellen und er hat mich nach einem Vorschlag für ein

00:20:52: Gehaltsmodell gefragt. Das bedeutet, der erste Schritt war, dass er sich erstmal überlegen muss,

00:20:58: ob er einen Farmer oder Hunter will und entsprechend auf die Stellenauschreibung, also eine

00:21:02: Stellenauschreibung erstellen muss, die genau diesen Typ anspricht. Also bestimmte Buswords

00:21:08: verbauen zum Beispiel, hohe Provision, ungedecktes Gehalt versus stabile, konstante Bestandskunden

00:21:15: Betreuung, regelmäßige Arbeitszeiten, gutes Fixum etc. etc. Also das spricht einfach

00:21:22: andere Vertriebstypen an. Das ist so der erste Schritt gewesen. Der zweite Schritt ist, nachdem

00:21:28: klar war, dass er einen Hunter wollte, mussten wir uns gemeinsam überlegen, welches Provisionmodell

00:21:33: er allgemein umsetzen kann, weil ich komme nicht aus der Handwerksbranche und ich bin mir da auch

00:21:39: nicht den Margen bewusst und deswegen musste ich mir das jetzt erstmal alles vorrechnen lassen,

00:21:43: wie sind die Kostenstrukturen, wie viel Marge verdient er etc. etc. und nachdem das klar war,

00:21:50: haben wir folgendes Modell aufgestellt, ein Fixum, was in Hamburg Miete und Essen bezahlt plus

00:21:57: drei Monate Garantieprämie, die es daraus entstanden, weil wir festgestellt haben, dass die

00:22:02: Sales-Cycle von Akvise bis Abschluss ungefähr zwei, drei Monate sind. Das heißt im Idealfall in

00:22:09: der Theorie zahlt sich die Provision dann nach drei Monaten selber und die Garantieprämie kann

00:22:14: wegfallen. Außerdem darüber hinaus wurde noch ein halb Jahresziel vereinbart, wenn Umsatz

00:22:20: X geschrieben wird, dann gibt es noch Bonuszahlung Y und der Provision Satz pro Abschluss bleibt

00:22:27: natürlich gleich. So und das ist ein relativ gutes Gehaltsmodell, das müssen wir natürlich jetzt

00:22:32: in der Praxis antesten, wie gesagt, es ist sein erster Vertriebler und ich komme nicht aus der

00:22:37: Handwerksbranche, deswegen müssen wir einfach mal schauen, passen die Sales-Cycle, bleibt die Marge

00:22:42: noch gleich, reichen die Abschlüsse, die der Vertriebler, die Vertrieblerinnen dem Zeitraum

00:22:47: erzielt kann das Jahresgehalt, also dieses Wunschgehalt, das Zielgehalt eingehalten werden,

00:22:54: ja oder nein. Das müssen wir dann in der Praxis noch mal herausführen, aber das wäre schon mal

00:22:58: in der Theorie so ein solides gutes Gehaltsmodell, womit er jetzt in der Malerbranche definitiv mal

00:23:06: mit starten könnte. Ein anderes Beispiel, was jetzt nicht in meinem Coaching ist, aber was ein

00:23:11: Bekannter von mir aufgesetzt hat, was auch unglaublich gut funktioniert, er verkauft Mentorings an

00:23:18: Handwerksbetriebe, die Leads generiert er dabei über Werbeanzeigen und dabei hat er folgende

00:23:23: Provision Sätze festgelegt. Er hat gesagt, wenn dein Terminkalender gefüllt wird, dann bekommst du pro

00:23:30: Abschluss 12%, wenn du aber die Leads vorher noch selber qualifizierst, dann gibt es 8% und hoppt

00:23:37: dazu, also insgesamt 20% pro Abschluss. Fixum hatte er auch relativ niedrig, ich meine mich daran zu

00:23:45: erinnern, dass es so zwischen 20 und 30.000 lag, je nachdem wie lang du dabei bist etc. etc. Ich kann

00:23:52: aber auf jeden Fall sagen in der Coaching-Branche, egal ob es jetzt Fitness Coachings sind, Business

00:23:57: Coachings, irgendwelche Finanz Coachings oder so, ist es allgemein sehr üblich, dass du über

00:24:05: irgendwie Werbeanzeigen oder Webinare oder Mailingsysteme deine Leads generierst, also die Kundenanfragen,

00:24:10: die reinkommen und dann nach einem normalen Setter-Closer-Prinzip arbeiten. Das bedeutet also,

00:24:15: die Kundenanfragen kommen rein. Erster Schritt, das ist dann der Setter qualifiziert, die Kunden sagt,

00:24:21: hey du, schau mal, warum bist du zum Beispiel ins Webinar gekommen? Was beschäftigt dich aktuell,

00:24:26: gibt es Punkte, die du gerne verändern möchtest? Wenn wir eine Lösung hätten, wärst du bereit,

00:24:31: diese umzusetzen etc. etc. Also so ein bisschen dieses Abtasten, sag ich mal, passt, der diejenige

00:24:38: jetzt gerade überhaupt in unsere Kundenziehgruppe und hat der oder diejenige Bock überhaupt was zu

00:24:43: machen, zum Beispiel in den Coaching sich anzuschaffen und die ganzen Schritte da umzusetzen. Und wenn

00:24:50: diese Voraussetzung gegeben ist, dann geht dieser Lead weiter an den Closer, der dann in der Regel

00:24:55: oder im besten Fall natürlich den Sack zu macht. Und wenn er den Sack zugemacht hat, wird dem Setter

00:25:00: eben die 8% jetzt wie in diesem Beispiel Provision bezahlt und im Closer 12. Wenn du aber sagst,

00:25:06: hey du, schau mal, ich möchte den kompletten Vertriebsprozess durchmachen. Also ab dem

00:25:11: Punkt, wo die Leads reinkommen, möchte ich mir die schnappen, selber vorqualifizieren und dann

00:25:15: selber closing, dann wird das natürlich belohnt, weil du investierst natürlich mehr Zeit und deswegen

00:25:20: kriegst du dann statt die 12 oder 8% insgesamt kumuliert 20% pro Abschluss. So, ist ein komplett

00:25:29: anderes Provisionsmodell wie das, was wir jetzt davor besprochen haben, funktioniert aber auch

00:25:34: in der Praxis. Oder ein anderes Beispiel, ein anderer Bekannte aus der Medienbranche, der Online-Marketing-Dienstleistungen

00:25:41: verkauft, also Website, Social Media-Kampagnen, Google Anzeigen etc. etc. Der zahlt auch ein Fixum,

00:25:47: welches für Mieto und Essen reicht, es waren so um die 30.000 ungefähr, der hat aber eine

00:25:54: Staffelung festgelegt. Also der hat gesagt, also ist quasi kalkuliert, nachgewiesen, okay, in dem Jahr

00:26:00: kannst du easy peasy mindestens 100.000 Umsatz schreiben, dann bekommst du bis 100.000 Euro Umsatz pro

00:26:08: Abschluss, 12%. Sobald du diese Staffelung geknackt hast, also ab 100.000 sagen wir mal, du hast dann

00:26:14: den irgendwie 3.000 Abschluss gemacht und der war dann irgendwie 100.000 Markenwurt geknackt,

00:26:21: dann bekommst du bei ab dem 14. Abschluss 15% Provision. Und das geht so lange, bist du 200.000

00:26:28: Umsatz knackst und ab 200.000 bekommst du pro Abschluss 20% Provision. Ist auch ein unglaublich

00:26:37: attraktives Modell, wo ich mir als Hunterin, als ganz, ganz klassische Jägerin überlege, okay,

00:26:42: ist ja geil, weil dann brauche ich ja eigentlich in dem Jahr quasi Vollgas geben und dann habe

00:26:48: ich irgendwann mal diese Marke erreicht, dass ich quasi ab 200.000 geschrieben habe und diese 20%

00:26:54: können wir dann nicht weggenommen werden. Also die laufen dann, die sind dann quasi einmal freigeschaltet

00:26:59: und dann bewege ich mich auf diesem Level auch ein mega nicees Modell, dass du das erste Jahr

00:27:03: richtig Vollgas gibst, damit du dir dann deine 20% pro Abschluss verdienst. Und da wurde natürlich

00:27:10: erwartet, dass du Kalterquise betreibst, eigenen Kundenaufbau sowie Bestandskundenbetreuung nachgehst,

00:27:17: jeder Folge Abschluss wird mit demselben Provision Satz vergütet. Das ist was ganz anderes als

00:27:21: zum Beispiel eine IT-Branche. Und et cetera, et cetera. Also ich könnte jetzt noch 15 weitere

00:27:28: Beispiele nennen, um dir klar zu machen, dass eigentlich diesen Gestaltungsfreiraum überhaupt

00:27:33: keine Grenzen gesetzt sind. Es kommen einfach noch mal drauf an, Branche, welche Art von Vertrieb

00:27:38: und was ist in deinem Spektrum überhaupt möglich, wie viel Provision kannst du abgeben, so dass du

00:27:43: natürlich trotzdem noch profitabel bist, du musst ja auch Geld verdienen, als Geschäftsführer

00:27:48: jetzt beispielsweise. Genau. Aber ich denke, dass das jetzt eigentlich eine gute Anhaltspunkte

00:27:53: gegeben hat, wie du das für dich selber gestalten könntest. Bevor wir zu der Zusammenfassung kommen,

00:27:59: habe ich nochmal ein paar wichtige Tools definiert, die für den Start im Vertrieb klar, also wirklich

00:28:07: vorliegen müssen und die müssen von dir als Führungsperson bereitgestellt werden. Da gibt es

00:28:12: keinen Wenn und Aber. Wenn du das nicht machst, dann kannst du keinen erfolgreichen Vertrieb haben.

00:28:17: So, was meine ich eigentlich damit? Also du brauchst ein vernünftiges CRM. Warum? Ganz einfach. Du

00:28:25: und der Vertriebler behalten Übersicht, du kannst Aktivitäten Tracking machen, was sehr,

00:28:30: sehr, sehr wichtig ist für die Feedbackgespräche. Was machst du denn zum Beispiel mit jemanden,

00:28:35: der unglaublich fleißig ist, wirklich 10, 15 Termine pro Woche macht, aber das Umsatzziel

00:28:42: nicht erreicht? So willst du dann jemanden, der fleißig ist, der theoretisch Potenzial hat,

00:28:46: ja, dein Unternehmen richtig nach vorne zu bringen, willst du den dann kicken, weil er seine Umsatzziele

00:28:51: nicht erreicht hat? Nein, beziehungsweise natürlich nicht sofort, weil du musst erst mal

00:28:55: einem Feedbackgespräch ermitteln, wo dann überhaupt der Schuh drückt. Weil wenn jemand fleißig

00:29:00: ist, wenn jemand seine Termine macht, aber kein Umsatz bei rumkommt, dann kann es ja eigentlich

00:29:04: nur ein Abschlussproblem sein. Was passiert in dem Verkaufsgespräch, wo quasi der Kunde sich dann

00:29:12: entscheidet, nicht zu kaufen? Das ist zum Beispiel ein Punkt, wo man ansetzen könnte und das kann

00:29:16: es ja nur analysieren, wenn dir klar ist, dass die Aktivitäten vorher gepasst haben. Und das ist

00:29:21: unglaublich wichtig einmal für dich und aber auch für den Vertriebler. Weil glaubt mir bitte,

00:29:26: ich kann jetzt aus Vertriebler, Vertrieblerin Sicht sprechen. Ich glaube, ich habe es richtig gesagt,

00:29:31: auf jeden Fall aus der Vertriebssicht sprechen, als diejenige, die sich auf gut Deutsch gesagt

00:29:36: den Arsch aufreißt, rausgeht, fleißig ist, Akquise macht, sich die Neins abholt, sich die

00:29:41: Klatschen abholt. Das frustriert mich doch selber, dass ich zum Beispiel meine Umsatzziele

00:29:46: nicht erreiche, obwohl ich fleißig bin. Und wenn dann noch mal quasi eine Führungskraft um die

00:29:51: Ecke kommt und mir unterstellt, ich mache nichts, ich kann nichts, dann bin ich schneller weg,

00:29:55: als ihr gucken könnt, weil dann fühle ich mich nicht wertgeschätzt. Weil ich mache mich ja

00:29:59: selber schon fertig dafür, dass das jetzt gerade nicht rundläuft und die Kunden zum Beispiel nicht

00:30:04: kaufen. Also das ist genug Klatsche, die man da kassiert im Vertrieb. Und dann kommt noch eine

00:30:09: Führungskraft um die Ecke, die dich noch mal so doppelt runterzieht. Und genau deswegen ist

00:30:15: eine Aktivitäten-Tracking unglaublich wichtig für mich als Vertrieblerin, aber auch als Führungsperson.

00:30:20: Dann ganz, ganz, ganz wichtig solltest du unbedingt das Zielgehalt logisch vorrechnen können. Es bringt

00:30:30: nichts zu sagen. Ja, Zielgehalt, meine liebe Helena, wären 200.000. Und dabei ist es utopisch, weil das

00:30:39: noch nicht mal der beste, die beste Vertrieblerin erreicht hat in den letzten fünf Jahren. Das

00:30:45: wäre vielleicht schön, es wäre vielleicht machbar, aber rechne doch bitte vor, was du dir bei diesem

00:30:50: Gehalt gedacht hast. Das ist ganz wichtig, ich finde es immer total schön, auch in Bewerbungsgesprächen

00:30:56: zu sehen. Wenn mir jemand vorrechnen kann, du schau mal, Zielgehalt 100.000, davon ergibt sich zum

00:31:03: Beispiel Fixum pro Abschluss, bla, bla, bla, brauchst zum Beispiel pro Jahr so und so viel Abschlüsse

00:31:08: mit einem Durchschnittswahn-Korbwert von bla, bla, bla. Und dann, wenn du deine Ziele erreichst in den

00:31:13: beiden Quartalen, bekommst du noch zwei Bonizahlungen, die sind in der und der Höhe und bla, bla, bla. Und

00:31:19: wenn du ganz transparent sein möchtest, dann sagst du, von 14 Vertrieblern, die ich habe,

00:31:23: schaffen es drei bis vier konstant, dieses Zielgehalt zu erreichen. Und das ist der Durchschnittswert,

00:31:30: aber ich bin mir sicher, dass du das erreichen kannst, bla, bla, bla. Also diese Rechnung ist

00:31:34: einfach unglaublich wichtig aus Transparenzgründen, damit ich mir als Vertrieblerin auch etwas darunter

00:31:38: vorstellen kann. Dann ganz, ganz, ganz wichtig, du brauchst auf jeden Fall vernünftige Arbeitsmittel.

00:31:44: Also so was wie, habe ich auch schon mal in einem Startup erlebt, da war ich keine Ahnung, wie alt ich

00:31:49: war, 19, 20, keine Ahnung, auf jeden Fall habe ich da angefangen, dann hieß es mach mal. Ich musste

00:31:55: meinen eigenen Laptop mitbringen, was ja sowieso aus Datenschutzgründen schon sowas von schreit,

00:32:00: ja, absolutes No-Go, ja, ich musste mein eigenes Handy mitbringen. Ich hatte kein eigenes Auto,

00:32:07: also quasi, ich hatte kein Arbeitsauto, ich musste mit meinem eigenen Auto zum Kunden hinfahren.

00:32:13: Also das geht nicht, also wenn du fest angestellt bist, dann müssen diese Arbeitsmittel im Vertrieb

00:32:18: klar gegeben sein. So. Und was ich auch nochmal wichtig finde, wenn du jetzt einen Vertriebsmodell,

00:32:27: also einen Vertrieb aufbauen möchtest, eine vernünftige Gehaltstruktur hast, dann würde

00:32:33: ich dir immer empfehlen, um die Motivation möglichst hochzuhalten. Solltest du am Anfang

00:32:38: direkt ein kleines Gudi geben, das können zum Beispiel Bestandskunden sein, die abschließen

00:32:44: wollen, sagt zum Beispiel du, Schau mal Helena, ich glaube an dich, ich sehe, dass du richtig Bock

00:32:49: hast und ich habe auch Bock, dass wir beiden hier richtig was reißen. Ich habe Bock, dass du gutes

00:32:55: Geld hier verdienst, weil wenn du gutes Geld verdienst, verdiene ich auch gutes Geld. Und

00:32:59: deswegen gebe ich dir zum Beispiel diese drei Bestandskunden, die schließen im Quartal immer

00:33:05: so um die bla bla bla ab und das hast du dann einfach mal so ein bisschen als Provisionspuffer.

00:33:09: Das ist zum Beispiel eine Möglichkeit, deinem Vertriebler zu signalisieren, mach mal, du bist

00:33:14: safe, du kannst schon mit einem gewissen Provisionsatz rechnen. Das ist wie, also wenn die einmal

00:33:19: Blutgeleckt haben, glaubt mir, das war bei mir auch so, das ist wie ein Rausch in den man dann

00:33:23: kommt, dann wollen die immer mehr und immer mehr und die sind unglaublich dankbar, dass du denen

00:33:28: dieses Vertrauen geschenkt hast. So, wenn du zum Beispiel, wenn das nicht möglich ist, aus welchen

00:33:32: Gründen auch immer, weil du zum Beispiel immer nur einmal Abschlüsse hast oder so, dann wäre

00:33:36: zum Beispiel so was, was ich jetzt mit dem Kunden, der den Malerbetrieb hat vereinbart habe oder

00:33:42: aufgestellt habe, so was wie eine Garantieprämie. Dass du dem Vertriebler erst mal sagst, du schau

00:33:47: mal, du musst nicht nur von Wasser und Brot jetzt erstmal leben, von deinem Fixum, sondern ich

00:33:51: ermögliche dir einen Puffer, einen Auffangnetz, schau, dass du dich konzentrierst, schau, dass du

00:33:56: vernünftig reinkommst, du kriegst die alles zur Einarbeitung, was du brauchst, um durchstarten

00:34:01: zu können, plus die Garantieprämie und ich möchte einfach, dass es dir gut geht und dass

00:34:06: du deine Zeit hast für die Einarbeitung. So, oder zum Beispiel, du kannst es dem Vertriebler,

00:34:10: der Vertrieblerin auch leicht machen, indem du die ersten Termine selber legst und mit dem

00:34:15: Vertriebler gemeinsam mit deinem neuen Mitarbeiter rausfährst und die Abschüsse machst und sagst,

00:34:20: du bekommst jetzt die Provision. Das sind alles so Goodies, die ich in der Praxis viel zu selten

00:34:26: gesehen habe, das war mehr so, mach mal, mach den Laptop auf, kümmer dich um die gesamte Akquise

00:34:33: und dann sind die Führungskräfte unzufrieden damit, dass kein Umsatz reinkommt, obwohl keinerlei

00:34:39: Hilfestellung geboten worden ist, keinerlei Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist, sorry. Man sagt

00:34:46: gutes Sprichwort, der Fisch fängt vom Kopf an zu stinken, deswegen geh doch mit gutem Beispiel

00:34:51: voran, schenk ein bisschen Vertrauen, gib eine Motivationsspritze und dann wirst du sehen,

00:34:56: dass deine Leute richtig zum Laufen kommen. Okay, all in all, ich sehe jetzt hier gerade

00:35:02: fast schon 40 Minuten am Erzählen tatsächlich ein unglaublich wichtiges Thema, was einfach

00:35:08: sehr viel Erklärungsbedarf hat. Damit du dir so ein paar Sachen mitnehmen kannst, habe ich auch

00:35:13: noch mal eine ganz, ganz kurze Folgenzusammenfassung für dich. Wenn du was aus der Folge mitnehmen

00:35:18: möchtest, dann diese drei Punkte. Erstens, es gibt keine perfekte Lösung, sei flexibel, du kannst

00:35:26: auch verschiedene Provisions- und Gehaltsmodelle in deinem Unternehmen ausprobieren und einfach mal

00:35:31: dann Resümee ziehen, was für dich am besten funktioniert, so wie ich das jetzt mit dem Maler

00:35:35: zum Beispiel mache. Denk einfach dran, es gibt branchenspezifische branchenübliche

00:35:41: Provisionssätze und natürlich auch Persönlichkeitstypen, je nachdem, was oder wie du deinen

00:35:47: Vertrieb strukturierst, was an deinem Vertrieb üblich ist. Dann, die Wahl des Modells sollte

00:35:53: an die Aufgaben, Ziele und den eigenen Vertriebstil des Mitarbeiters angepasst werden oder Vertriebspräferenz

00:36:00: würde ich es eher nennen, also Hunter vs. Farmer. Und das ist wirklich eigentlich fast schon das

00:36:06: allerwichtigste, was ich mitgeben möchte. Du solltest die richtigen Tools bereitstellen, um die

00:36:12: Motivation deines Mitarbeiters langfristig und vor allem am Anfang hoch zu halten, weil Vertrieb

00:36:18: ist einfach wirklich ein knallharter Job, nicht für jeden gemacht und du solltest einfach dankbar

00:36:24: sein für den, diejenigen, die da reinkommt und sagt, ich will Umsatz für dich machen. Und da

00:36:29: muss man einfach mal ein bisschen schauen, okay, wie möchte ich das schmackhaft machen? Wie möchte

00:36:35: ich dem derjenigen einfach einen guten Anfang einfach ermöglichen? Okay, das wäre es für die

00:36:42: heutige Folge gewesen. Ich freue mich riesig, dass du heute reingehört hast und hoffe, dass dir

00:36:48: diese Punkte hier dabei helfen, einfach mal so ein paar Eckpunkte zu bekommen, wie du ein optimales

00:36:54: Gehaltsmodell bei dir im Vertriebsteam fahren kannst. Und wenn du darüber hinaus sagst, Mensch,

00:36:59: das, was Helena hier macht, finde ich geil, hilft mir weiter und will ich einfach jedem da draußen

00:37:04: weiter empfehlen, dann würde es mich riesig freuen, wenn du dir kurz die Zeit nimmst, meinen Podcast

00:37:09: zu bewerten auf deiner bevorzugten Podcast-Plattform, geht super schnell, brauchst keinen Text schreiben,

00:37:15: gib gerne so viel Sterne, wie du fühlst. Ich würde mich natürlich über fünf Sterne freuen,

00:37:19: das hilft mir einfach dabei, in der Relevanz zu steigen und sichtbar für diejenigen zu werden,

00:37:25: die richtig geiles Vertriebswissen haben wollen. In diesem Sinne, ganz viel Erfolg, ich freue mich

00:37:31: schon auf deine positiven Ergebnisse und wünsche eine angenehme Woche. Bis dann, eure Helena, ciao, ciao.

00:37:37: [Musik]

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