#100 Q&A-Special - Mein größtes Lebensziel, Kaltakquise ohne Angst und Gehaltsverhandlungen

Shownotes

🚀 Hauptthemen der Folge

„100. Folge Q&A: Mein größtes Lebensziel, Kaltakquise ohne Angst & Gehaltsverhandlungen 2025“

  • Mein größtes Lebensziel: Ein Blick hinter die Kulissen – was ich mir persönlich noch erfüllen möchte.
  • Kaltakquise ohne Angst: Wie du Unsicherheit ablegst und mit positiver Energie in jedes Gespräch gehst.
  • Motivation in schwierigen Phasen: Meine Strategien, wenn es mal nicht nach Plan läuft.
  • Resilienz im Vertrieb & Leben: Was wirklich hilft, um Krisen zu meistern und langfristig erfolgreich zu bleiben.
  • Netzwerken auf Messen: Lohnt es sich, B2C-Kontakte dort zu knüpfen – und wenn ja, wie funktioniert das?
  • Gehaltserhöhung 2025: Wann und wie du eine Gehaltsanpassung im Vertrieb fordern kannst.
  • Festgehalt vs. Provision: Wie ich selbst arbeite und welche Modelle im Vertrieb Sinn machen.
  • Vertrieb als Berufung: Wie ich gemerkt habe, dass Vertrieb mein Ding ist.
  • Schwierige Kollegen: Was du tun kannst, wenn die Zusammenarbeit mit Top-Performern zur Herausforderung wird.

📌 Warum solltest du reinhören?

  • Bekomme ehrliche Einblicke in meine persönlichen Ziele und Herausforderungen.
  • Lerne, wie du Ängste in der Kaltakquise ablegst und mit mehr Selbstbewusstsein verkaufst.
  • Erfahre, wann eine Gehaltserhöhung im Vertrieb gerechtfertigt ist – und wie du sie durchsetzt.
  • Hol dir konkrete Tipps zu Resilienz, Motivation und erfolgreichem Netzwerken auf Messen.
  • Finde heraus, wie du mit schwierigen Kollegen umgehst und dennoch performst.

💡 Für wen ist diese Folge besonders interessant?

  • Für alle, die sich im Vertrieb weiterentwickeln und ihre Ängste überwinden wollen.
  • Für Vertriebler:innen, die 2025 ihre Karriere vorantreiben und mehr verdienen möchten.
  • Für Unternehmer:innen, die effektiver netzwerken und bessere Kundenbeziehungen aufbauen wollen.
  • Für alle, die wissen wollen, was mich persönlich antreibt und motiviert.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Heute gibt es mal ausnahmsweise kein Vertriebswissen,

00:00:02: weil es nämlich etwas zu feiern gibt.

00:00:04: Und zwar die hundertste Folge des Vertriebsverlieb-Podcasts.

00:00:08: Und um diesen Anlass zu feiern,

00:00:10: habe ich einen Folgenspecial aufgenommen,

00:00:13: und zwar eine Q&A-Folge,

00:00:14: in der ich zehn Fragen aus der Community beantworte.

00:00:17: Ich will gar nicht so viel vorwegnehmen.

00:00:19: Hör einfach weiter rein und lasst uns gemeinsam

00:00:22: dieses Jubiläum feiern.

00:00:23: Ich wünsche euch ganz viel Spaß und wir hören uns gleich.

00:00:26: (Dynamische Musik)

00:00:28: (Dynamische Musik)

00:00:30: Ich wünsche allen meinen Vertriebsverliebten da draußen

00:00:41: einen wunderschönen Wochenstart.

00:00:43: Mein Name ist Helena Schäfer und ich lebe und atme Vertrieb.

00:00:46: Und in meinem Podcast dreht sich normalerweise alles rund um Vertrieb,

00:00:50: praktische Verkaufstipps und das richtige Verkäufer-Mindset.

00:00:53: Was meinen Podcast dabei besonders macht, ist der Praxisbezug.

00:00:56: Ich habe mich mit Methoden vor selber getestet und erfolgreich angewendet.

00:01:00: Ich selbst bin nämlich noch aktive Vertrieblerin

00:01:02: und kämpfe genau wie du da draußen Woche um Woche um positive

00:01:06: Verkaufsergebnisse.

00:01:07: Das heißt, du kannst dir also sicher sein,

00:01:09: dass diese Ratschläge hier nicht einfach nur blanker Theorie entsprechen,

00:01:13: sondern in der Praxis wirklich funktionieren und sofort umsetzbar sind.

00:01:17: Und damit herzlich willkommen zu dieser besonderen Folge.

00:01:20: Einfach die hundertste Folge, Leute.

00:01:22: Hundert Folgen, also das muss ich mir selber immer mal wieder klarmachen,

00:01:27: wie weit dieser Podcast ja eigentlich schon gekommen ist

00:01:30: und wie er gewachsen ist von Folge zu Folge und immer noch wächst natürlich.

00:01:34: Und ich finde, das ist einfach was ganz, ganz Besonderes

00:01:37: und ich bedanke mich an jeden da draußen,

00:01:40: der diese Entwicklung ermöglicht hat, weil er oder sie zum Beispiel

00:01:44: regelmäßig reinhört, den Podcast weiterteilt, bewertet hat und so weiter.

00:01:48: Also das alles wäre nicht möglich gewesen,

00:01:50: ohne eine starke Community im Hintergrund.

00:01:53: Und deswegen vielen lieben Dank an der Stelle.

00:01:57: Und ich habe ja schon vor einem Monat, glaube ich,

00:02:00: das mal so in den Raum gestellt,

00:02:01: dass die hundertste Folge sich ja eigentlich wunderbar dafür anbietet,

00:02:05: einen Folgen-Special aufzunehmen.

00:02:07: Und hier sind wir jetzt angekommen,

00:02:09: das Folgen-Special ist jetzt eine Q&A-Frage-Runde.

00:02:12: Ich habe dafür mehrere Fragerunden bei Instagram eröffnet.

00:02:16: Und euch immer wieder die Möglichkeit gegeben,

00:02:18: eure persönlichen Fragen reinzuschicken

00:02:20: und mich dann jetzt letzten Endes für zehn Fragen entschieden,

00:02:24: die ich heute ausführlich beantworten möchte.

00:02:27: Und deswegen würde ich einfach mal sagen,

00:02:29: lass uns gar nicht, ja, lass uns nicht weiter rum herumreden,

00:02:32: sondern einfach mal mit der ersten Frage beginnen.

00:02:34: Und die erste Frage ist tatsächlich eine extrem schöne Frage.

00:02:39: Ach so, übrigens möchte ich dazu sagen,

00:02:41: dass diese Fragen jetzt tatsächlich komplett aus dem Bauch heraus

00:02:44: beantwortet werden.

00:02:45: Es ist mir auch wichtig, dass so eine Q&A-Folge

00:02:47: auch sehr authentisch gehalten wird.

00:02:49: Bedeutet also, dass du dich hier heute

00:02:52: auf sehr ungefilterte Antworten einstellen kannst.

00:02:56: Ja, okay, ich freue mich riesig.

00:02:57: Ich bin auch ein bisschen aufgeregt, muss ich sagen,

00:03:00: weil es einfach so ein toller Anlass ist.

00:03:02: Also ich freue mich einfach extrem.

00:03:05: Ja, Frage Nummer eins, die ich wirklich sehr, sehr schön finde

00:03:09: und die ich jetzt auch so für den Einstieg als erstes beantworten möchte,

00:03:13: ist folgende, was ist dein eines Ziel,

00:03:15: was du im Leben noch unbedingt erreichen willst.

00:03:18: Wunderschöne Frage, zu der es unglaublich viel zu sagen gibt.

00:03:21: Und vorab möchte ich einmal sagen,

00:03:22: ich habe nicht nur ein Ziel, was ich unbedingt in meinem Leben erreichen möchte,

00:03:26: sondern ich habe viele verschiedene Ziele,

00:03:29: die quasi ein großes und ganzes Bild ergeben.

00:03:32: Und das ist ein Leben in absoluter Unabhängigkeit,

00:03:37: Freiheit und Erfüllung, ja.

00:03:39: Und da gibt es zum Beispiel, also wenn ich jetzt hier rechts

00:03:42: von meiner Podcastaufnahme schaue,

00:03:44: hier hängt meine Visionskollage,

00:03:45: da sind viele verschiedene Ziele,

00:03:47: habe ich glaube ich auch schon mal eine Folge zu aufgenommen,

00:03:49: Visionen und Zielerreichung und etc. etc.

00:03:52: Hier sind teilweise wirklich sehr, sehr große Ziele,

00:03:55: die in den nächsten zehn Jahren sicherlich noch nicht erreichbar sind.

00:03:59: Ja, aber darum geht es doch gar nicht.

00:04:01: Ich blicke auf mein ganzes Leben und möchte einfach das Gefühl haben,

00:04:04: dass ich auf eine sehr, sehr große Sache in meinem Leben hinarbeite.

00:04:09: Ja, und dass das nicht sofort erreichbar ist,

00:04:11: das ist selbstverständlich, ja.

00:04:14: Zu diesen Lebenszielen gehört zum Beispiel,

00:04:16: dass ich in finanzieller Unabhängigkeit leben möchte.

00:04:18: Das ist mir sehr, sehr wichtig,

00:04:20: weil ich finde, Geld löst einfach sehr, sehr, sehr viele Probleme.

00:04:25: Du kannst ja sogar ein Stückchen weit Gesundheit erkaufen,

00:04:28: weil du dir zum Beispiel bessere Behandlungsmethoden leisten kannst.

00:04:31: Du kannst deine Familie unterstützen,

00:04:33: die zum Beispiel Therapien, Behandlungen braucht etc.

00:04:35: Dich selber unterstützen.

00:04:36: Du kannst zu Spezialisten gehen,

00:04:38: wenn du zum Beispiel keine Ahnung rührend bist,

00:04:41: wenn du zum Beispiel keine Ahnung rückenschmerzengronischer hast.

00:04:45: Kannst du dir einen Spezialisten einkaufen,

00:04:48: der dir einfach dabei hilft, an diesem Problem zu arbeiten.

00:04:51: Und deswegen ist mir finanzielle Unabhängigkeit so extrem wichtig.

00:04:55: Ich möchte das gar nicht in der Summe definieren,

00:04:57: weil das für jeden was anderes ist.

00:05:01: Ja, aber ich möchte auf jeden Fall zu jeder Zeit,

00:05:04: also auf das Ziel hinarbeiten,

00:05:05: dass ich mir um Geld keine Gedanken mehr machen brauche,

00:05:09: dass ich jederzeit flexibel bin,

00:05:11: dass ich heute entscheiden kann,

00:05:13: was ich mir morgen zum Beispiel leisten möchte,

00:05:16: oder dass ich heute zum Beispiel eine spontane Entscheidung treffen kann

00:05:18: und sagen kann, du weißt was,

00:05:19: ich packe jetzt meine Familie ein

00:05:22: und wir fliegen jetzt morgen zum Beispiel dann und dann hin.

00:05:25: So, weil wir möchten gerne einen Familienurlaub gemeinsam machen.

00:05:28: Also das ist wirklich ein Ziel,

00:05:30: was mir sehr, sehr, sehr wichtig ist.

00:05:32: Und darauf arbeite ich ja auch hin.

00:05:34: Also dafür bin ich im Vertrieb,

00:05:37: dafür schaue ich, dass ich mich finanziell weiterbilde auch.

00:05:41: Dafür schaue ich, dass ich mein Geld für mich arbeiten lasse.

00:05:45: Ja, also das ist mir persönlich ein sehr, sehr großes Ziel.

00:05:48: Und dann ist mir einfach auch übergeordnet,

00:05:50: sehr wichtig, wenn ich so auf meine Visionskulage rechts von mir schaue,

00:05:53: die hängt ja immer neben meinem Schreibtisch

00:05:55: und gibt so ein bisschen den Motor für die Sachen, die ich heute tue.

00:06:00: So, wofür mache ich das eigentlich?

00:06:02: Worauf arbeite ich hin?

00:06:04: Ein großen und ganzen Ziel, sag ich mal.

00:06:06: Und mir ist es auch unglaublich wichtig,

00:06:08: der Nachwelt etwas da zu lassen.

00:06:11: So, bedeutet etwas Sinnstiften ist zu machen.

00:06:14: Ja, dass ich irgendwie irgendwas nenne,

00:06:17: die Welt mit irgendeinem kleinen Mini-Ansatz,

00:06:21: mit einem kleinen Miniprojekt,

00:06:22: ein Stückchen besser gemacht habe.

00:06:25: Und aktuell ist es so,

00:06:27: ich weiß nicht, wie es in 15 Jahren sein wird.

00:06:29: Ja, ich bin da total offen,

00:06:30: weil ich finde, manchmal ergibt sich das alles so im Lebensverlauf,

00:06:34: dass du quasi dich einfach treiben lässt

00:06:37: und gar nicht so richtig weißt, wo du rauskommst.

00:06:39: Aber auf jeden Fall, was mir extrem wichtig ist,

00:06:42: dass ich Menschen dabei helfe,

00:06:44: in irgendeiner Sache, sag ich mal, voranzukommen, besser zu werden

00:06:48: und einfach eine Inspiration zu sein.

00:06:51: Also, was mich extrem erfüllen würde am Ende meines Lebens,

00:06:55: wäre, dass ich einfach weiß,

00:06:57: ich habe jemanden nachhaltig geprägt.

00:06:59: Ja, und sein Leben nachhaltig verändert.

00:07:02: Nicht, weil ich irgendwie eine Superhelden oder so bin.

00:07:04: Sondern weil ich vielleicht einen Ansatz weitervermittelt habe,

00:07:08: der diesen Menschen einfach weitergeholfen hat.

00:07:13: Oder weil ich zum Beispiel ...

00:07:15: keine Ahnung, inspiriert habe in meinem Lebensstil,

00:07:19: in meiner Denkweise, in meinen Ansätzen.

00:07:21: Ja, so das ist mir, das würde mir so ein extremes Gefühl

00:07:24: von Erfüllung geben.

00:07:26: Und ein weiteres Ziel, woran ich auf jeden Fall auch denken muss,

00:07:29: was in meinem Leben dazugehört ist,

00:07:31: dass ich mich tief eine Familie gründen,

00:07:33: eine glückliche Partnerschaft führen.

00:07:36: Und ja, meinen Kindern, also ich möchte auf jeden Fall auch Kinder haben,

00:07:40: denen auch irgendwie so meine Werte mitgeben.

00:07:43: Und einfach zu sehen auch, also ich stelle mir das einfach unglaublich

00:07:47: schön vor, dieses Gefühl von, du siehst einen kleinen Menschen

00:07:51: heranwachsen, der irgendwie total unvoreingenommen ist,

00:07:55: also total offen der Welt gegenüber.

00:07:58: Und du fütterst diesen Menschen mit deinen Werten,

00:08:01: mit deiner Lebenseinstellung.

00:08:03: Und du siehst einfach, dass dieser Mensch viel von dir übernimmt

00:08:07: und dich als Vorbild nimmt und von dir lernt

00:08:11: und ganz viele Sachen richtig macht und sich auch Fehler erlaubt

00:08:15: und aus diesen Fehlern lernt.

00:08:17: Und das würde mich, also das erfüllt mich jetzt schon,

00:08:19: diese Vorstellung, wenn ich mir das irgendwie so visualisiere,

00:08:23: so extrem mit stolz, dass ich dann sehe, so, hey, Mensch,

00:08:26: so, das ist ja auch eine Art von, ich hinterlass der Nachwelt etwas, ja.

00:08:31: Und das ist auf jeden Fall mit meiner Nachgeneration irgendwie,

00:08:35: stelle ich mir das total schön vor.

00:08:37: Ich weiß nicht, ob ihr mir folgen könnt,

00:08:39: aber das ist genau das, was ich ja am Anfang gesagt habe,

00:08:42: dass das sehr aus dem Bauch heraus erzählt, sehr ungefiltert auch.

00:08:45: Und das ist auf jeden Fall etwas, ja, was ich,

00:08:48: worauf ich gerne zurückblicken wollen würde,

00:08:52: wenn das Ende meiner Lebenstage naht, sagen wir es mal so.

00:08:56: Und abschließend möchte ich noch dazu sagen,

00:08:59: und dann gehen wir zur nächsten Frage über.

00:09:01: Ich möchte einfach das Gefühl haben,

00:09:03: also wenn wir das so als übergeordnete Ziel betrachten,

00:09:06: dass ich für etwas gelebt habe und für etwas gearbeitet habe

00:09:10: und ich möchte das Gefühl haben,

00:09:12: eine gewisse Sinnhaftigkeit erfüllt zu haben, ja,

00:09:15: am Ende meiner Lebenszeit.

00:09:16: Wenn ich auf mein Leben zurückblicke,

00:09:18: dann möchte ich das Gefühl haben und mir so auf die Schulter klopfen

00:09:23: und sagen, Helena, du hast wirklich alles gegeben, alles versucht,

00:09:28: du hast hart gearbeitet

00:09:30: und du hast das Beste aus deinem Leben rausgeholt, ja?

00:09:34: Also dieses Gefühl der Erfüllung möchte ich haben.

00:09:37: Wenn wir das, also das wäre so das übergeordnete Ziel,

00:09:40: dass ich mir denke, ja, ich hätte nicht noch mehr rausholen können.

00:09:45: Ich habe keine Zeit verschwendet.

00:09:47: Ich habe wirklich geschaut,

00:09:49: dass ich jeden Tag ein Stückchen besser werde

00:09:52: in dem, was ich mache und tue.

00:09:54: Und so lange ich dieses Gefühl habe,

00:09:56: ist für mich dieses übergeordnete Ziel definitiv erreicht, ja?

00:10:00: Okay, also ich hoffe, wie gesagt, dass ich diese Frage jetzt irgendwie,

00:10:04: ich weiß, es ist jetzt noch, es ist jetzt nicht so eindeutig beantwortet worden,

00:10:09: aber trotzdem konnte ich, glaube ich, ein paar Einblicke geben,

00:10:13: was für mich im Leben wichtig wäre,

00:10:16: wenn ich so an meine Lebenszeit denke, ja, okay, gut.

00:10:21: Dann nächste Frage.

00:10:23: Hier habe ich tatsächlich zwei ähnliche Fragen bekommen,

00:10:26: die ich jetzt einfach mal zu einem Oberthema zusammenfasse.

00:10:29: Und zwar, wie verliert man die Angst vor Kalterquise

00:10:32: beziehungsweise die Angst vor dem unbekannten Menschen?

00:10:35: Und zweite Frage,

00:10:36: wie schaffst du es jeden Tag aufs neue, positiv in Cold Calls zu gehen?

00:10:40: Liebe Grüße.

00:10:41: Naja, also, ich weiß, diese Antwort ist vielleicht nicht so zufriedenstellend,

00:10:47: wie es hier, wie du es vielleicht dir erhofft hast,

00:10:50: aber ganz ehrlich, wie verliert man die Angst vor Kalterquise?

00:10:53: Die verliert man nie zu 100 Prozent.

00:10:56: Die kannst du aber insofern,

00:10:59: die kannst du eindämmen, indem du einfach ins Machen kommst.

00:11:02: Und es ist so krass, ich sag mal,

00:11:06: barnahl schon fast, dass das irgendwie,

00:11:10: also, dass sich das so unbefriedigend anhört, finde ich.

00:11:13: Ja, aber es ist einfach so.

00:11:14: Also, wenn du ins Machen kommst, wenn du in die Praxis kommst,

00:11:17: dann gibst du deinem Unterbewusstsein immer wieder die Bestätigung,

00:11:21: hey, du brauchst keine Angst vor der Kalterquise zu haben.

00:11:24: Du wirst diese Angst nur besiegen, indem du in die Praxis gehst.

00:11:28: Ja?

00:11:29: Das ist genau dasselbe wie, sag mal, oder was Ähnliches,

00:11:32: wie mit Flugangst.

00:11:33: Du kannst dich vor dieser Angst, von dieser Angst, lämen lassen.

00:11:37: Das Problem ist dann aber,

00:11:39: dass du vielleicht innerhalb von Europa noch gut reisen kannst,

00:11:42: sag ich mal, mit Bus, Auto und Zug.

00:11:45: Aber wenn du eine Weltreise zum Beispiel machen möchtest,

00:11:48: dann bist du ziemlich aufgeschmissen,

00:11:50: wenn du nicht in den Flieger steigst.

00:11:52: Da kann ich mich dazu zählen.

00:11:53: Ich persönlich hab immer so ein mulmiges Gefühl vorm Fliegen,

00:11:57: ich hab jetzt keine Panik oder so.

00:11:58: Aber es ist einfach für mich ein unnatürliches Gefühl

00:12:01: und ich bin lieber auf dem Boden.

00:12:03: Aber trotzdem ist es so, ich bin unglaublich reiselustig,

00:12:06: ich geh gerne auf Reisen, ich möchte die Welt entdecken,

00:12:09: ich interessiere mich für andere Kulturen,

00:12:11: ich hab weltweit Freunde auf der ganzen Welt verteilt.

00:12:14: Ich kann einfach immer wieder überwinden

00:12:17: und in diesen Flieger steigen und mir dann immer wieder denken,

00:12:20: so, jetzt sitzt du im Flieger, jetzt ist alles zu spät

00:12:22: und egal, was ist, du ziehst diese Reise jetzt einfach durch.

00:12:26: Jedes Mal werde ich dafür belohnt für diese Anspannung,

00:12:29: die ich quasi erleide,

00:12:31: weil ich an ein wunderschönes Ziel komme,

00:12:36: was mir jetzt ohne das Fliegen verwertgeblieben wäre.

00:12:39: Und genau dasselbe so metaphorisch gesehen oder übertragen kannst,

00:12:43: diese Kalterquise-Situation, es ist einfach so,

00:12:45: wenn du Erfolg im Vertrieb haben möchtest,

00:12:48: dann musst du zu einem gewissen Teil auch bereit sein,

00:12:51: in den sauren Apfel zu beißen und diese Kalterquise zu machen.

00:12:55: Und ich sag dir ganz ehrlich,

00:12:57: wie schaffst du es jeden Tag aufs neue, positive and cold calls zu gehen?

00:13:00: Gar nicht.

00:13:01: Ich hab auch nicht jeden Tag Bock zu telefonieren

00:13:04: und ich mach es auch nicht jeden Tag.

00:13:06: Aber das Ding ist, dass wenn es dann auf der Agenda steht,

00:13:10: ich das einfach eiskalt durchziehe,

00:13:12: wie viel Bock ich darauf habe oder nicht.

00:13:15: Und ich setze mir einen Anwaltsziel, was für mich erträglich ist.

00:13:18: Viele gehen z.B. mit einem Anwaltsziel rein

00:13:20: in so einen Kalterquisetag, 150 Anwahlen

00:13:23: und sehen dann das Erfolgserlebnis gar nicht nach 10, 15 Anwahlen,

00:13:27: weil die sagen, oh mein Gott, ich hab erst nur 15 Anwahlen.

00:13:30: Wie soll ich dann die 150 durchziehen?

00:13:32: Dann wird Kaffee getrunken, dann wird der Kollege angerufen

00:13:34: und dann ist der Arbeitstag auch schon vorbei gefühlt.

00:13:37: Und deswegen hab ich für mich persönlich herausgefunden,

00:13:40: dass diese unschöne Aufgabe oder diese Aufgabe,

00:13:43: die einfach als unangenehmer empfunden wird,

00:13:46: dass die sein muss.

00:13:48: Und dass ich damit gut fahre,

00:13:50: wenn ich mir diese Aufgabe aufteile auf verschiedene Tage.

00:13:53: Also, dass ich mir z.B. einen Anwaltsielsätze,

00:13:56: ich mach jetzt Montag, Mittwoch und Freitag, jeweils 20 Anwahlen,

00:14:00: dass es schnell erledigt,

00:14:01: ich kann ein schnelles Erfolgserlebnis herbeiführen

00:14:04: und es blockiert nicht meinen ganzen Tag.

00:14:07: Das heißt, ich muss mir jetzt nicht den Tag vorher

00:14:09: quasi schon Gedanken machen, oh mein Gott,

00:14:11: morgen ist kalter quieses Tag, was mach ich denn jetzt?

00:14:14: Sondern ich sag mir, ach komm, die 20 Anwahlen, zack, zack.

00:14:17: Und fertig, so.

00:14:18: Und ganz wichtig an der Stelle ist auch,

00:14:20: dass ich mir das Ziel quasi setze, also das Aktivitätenziel,

00:14:23: hab ich auch schon mal drüber gesprochen,

00:14:25: was ich zu 100 Prozent beeinflussen kann.

00:14:28: Du kannst dich beeinflussen, wie viele Termine du ausmachst,

00:14:31: weil vielleicht kannst du mal einen blöden Tag erwischen,

00:14:33: wo kein Entscheider erreichbar ist.

00:14:35: Aber das, was du zu 100 Prozent tracken kannst,

00:14:38: war deine Anwahlen, ja.

00:14:39: Und deswegen sag ich mir dann immer so,

00:14:42: okay, wenn ich jetzt zum Beispiel Dienstag dann vorhabe,

00:14:45: sagen wir mal, ich hab ab 14 Uhr einen Termin,

00:14:47: dann block ich mir halt die zwei Stunden am Vormittag

00:14:50: und zieh meine 20 Anwahlen durch.

00:14:52: Und wenn ich früher fertig bin, noch geiler,

00:14:54: weil dann kann ich nämlich meine E-Mails machen,

00:14:56: dann kann ich mir auf den Termin vorbereiten,

00:14:59: dann kann ich mir keinen anderen Kaffee ziehen,

00:15:01: kurz entspannen und so.

00:15:02: Und so verlierst du die Angst vor der Kalterquise,

00:15:05: indem du einfach ins Machen kommst.

00:15:07: Das ist wirklich die Antwort auf alles.

00:15:09: Es gibt keine Geheimmethoden, es gibt kein Geheimkärtchen,

00:15:12: was du jetzt ziehen kannst, wo du auf einmal on Fire bist.

00:15:15: Sondern es ist einfach so, es ist lästige Aufgaben,

00:15:19: kriegt man nur mit Disziplin weg.

00:15:21: Ja, also das Einzige, was dir vielleicht so ein bisschen

00:15:25: auch noch mal die Angst nehmen könnte,

00:15:26: wäre, indem du dich besser vorbereitest.

00:15:30: Also mir persönlich hat das immer extrem geholfen,

00:15:32: wenn ich einfach wusste, okay, ich hab meine 20 Anwahlen,

00:15:36: das bedeutet, also ich hab mir meine Lieds schon zusammengelegt

00:15:39: und ich habe mir, ich habe meinen Skript zusammengeschrieben,

00:15:42: das bedeutet, das hab ich auch schon mal in der Folge erklärt,

00:15:45: in irgendeiner Kalterquisefolge,

00:15:47: dass dir diese Vorbereitung, je mehr du vorbereitest,

00:15:50: desto mehr Gehirnkapazitäten schaffst du dir frei

00:15:53: und kannst dich so noch besser auf deinen Gegenüber konzentrieren.

00:15:56: Das bedeutet, wenn du dich vorbereitest, zum Beispiel mit einem Skript,

00:15:59: wo du immer wieder dieselbe Begrüßung nennst,

00:16:02: wo du die Vorteile deines Produktes noch mal aufgezählt hast

00:16:05: und wo du vielleicht noch mal die zwei, drei, vier wichtigsten Einwände

00:16:09: dir aufgeschrieben hast, dann bist du doch deutlich entspannter,

00:16:12: weil das, weil dich das quasi vor dem Katastrophenfall bewahrt

00:16:17: und der Katastrophenfall in der Kalterquise ist, ja,

00:16:20: dass dir die Sprache wegbleibt

00:16:22: und du gar nicht mehr darauf antworten kannst.

00:16:24: Aber das war's dann auch.

00:16:25: Also mehr Worst Case kann nicht passieren,

00:16:28: als dass du vielleicht munthot bist in dem Moment.

00:16:31: Ja gut, dann leg's halt auf, atme's kurz durch,

00:16:34: rufst noch mal den Skript durch und rufst dann den Nächsten an.

00:16:37: So läuft das einfach.

00:16:38: Und ich kann ja sagen, es ist auch ein Erfahrungswert,

00:16:40: von dem ich dir berichten kann.

00:16:42: Kalterquise ist nicht so schlimm und nicht so unangenehm,

00:16:45: wie das angepriesen wird.

00:16:47: Ja, natürlich rufst du jemanden an, den du jetzt erst mal nicht kennst

00:16:52: und willst ihm da irgendwas verkaufen,

00:16:54: was er vielleicht noch gar nicht braucht

00:16:56: oder wo der Bedarf noch gar nicht so klar ist.

00:16:59: Aber im Grunde genommen musst du mit der Einstellung rangehen,

00:17:02: ich hab hier ein geiles Produkt,

00:17:04: ich hab hier einen geilen Zielkunden,

00:17:07: der theoretisch Potenzial hat,

00:17:08: warum solltest du dein Produkt nicht mal vorstellen dürfen?

00:17:12: Also ich persönlich denk mir, du ganz ehrlich,

00:17:15: vielleicht ist mir mein Bedarf jetzt gerade nicht bewusst,

00:17:18: aber wenn ich doch nett angerufen werde

00:17:20: und einfach mal ...

00:17:22: ja, fünf Minuten kurz mit jemandem über etwas spreche,

00:17:25: was mir vielleicht mal einen Denkimpuls setzt,

00:17:28: oh Moment mal da,

00:17:29: hab ich ja noch gar nicht so richtig darüber nachgedacht,

00:17:32: dass du am Ende des Tages vielleicht sogar dankbar,

00:17:35: dass du mich angerufen hast

00:17:37: und mich vielleicht im ersten Moment überrascht hast.

00:17:40: Aber im zweiten Moment, es kommt immer auf den Ton an,

00:17:43: es kommt auch die Kommunikation an,

00:17:45: dir dann eher auch danke, dass du mich kontaktiert hast

00:17:48: mit diesem Angebot.

00:17:49: Und das ist einfach die Einstellung.

00:17:51: Also ich hatte früher, ganz früher in meinem ersten Job,

00:17:54: da war ich so, keine Ahnung, 20, halt kalter, kiese Job,

00:17:58: schon mehr Bange davor, jemanden anzurufen,

00:18:01: weil ich auch wusste,

00:18:03: dass die Produkte die gesprochene Qualität nicht so versprechen.

00:18:08: Ja, das war dann einfach ein Qualitätsproblem.

00:18:10: Und davor hatte ich dann wirklich Sorge,

00:18:12: weil ich wusste, ich war nicht so 100 Prozent davon überzeugt.

00:18:16: Und es hat mich immer und immer wieder außer Bahn, sag ich mal,

00:18:19: geworfen und meine Motivation auch getrübt.

00:18:21: Aber wenn du doch ein geiles Produkt hast, mit geilen Vorteilen,

00:18:25: und du weißt, dass es theoretisch einen Bedarf dafür gibt,

00:18:29: warum solltest du dein Angebot nicht mal anringen dürfen?

00:18:32: Und ich hab für mich einfach,

00:18:34: das ist der letzte Punkt zur Kaltakfiese,

00:18:36: ich hab für mich einfach festgestellt,

00:18:38: dass ich mir persönlich allerlei Druck nehme,

00:18:41: indem ich auch die Erwartungshaltung ändere.

00:18:44: Ich muss nicht auf Biegen und Brechen einen Termin erzwingen.

00:18:47: Ich möchte erst mal ein normales Gespräch führen,

00:18:50: einen Dialog aufbauen, ich möchte Fragen stellen.

00:18:53: Und deswegen bin ich, was was telefonieren angeht,

00:18:56: super, super locker, weil ich mir denke,

00:18:58: telefoniere mich jetzt erst mal durch

00:19:00: und frag erst mal nach Ansprechpartnern,

00:19:03: ich frag nach Zuständigkeitsbereichen,

00:19:05: ich frag, ob der Bedarf noch aktuell ist,

00:19:07: sagten wir mal, ich verkaufe jetzt Social Media Anzeigen im Rekutingbereich.

00:19:11: Das bedeutet, bevor ich erst mal in den Pitchkeh fragen,

00:19:14: ich hab gesehen, Sie haben vier offene Stellen ausgeschrieben,

00:19:17: ist das noch aktuell?

00:19:19: So, ja, warum?

00:19:20: Naja, ich hab mir bla, bla, bla gedacht.

00:19:23: Und ja, ich bin hier von dann und dann,

00:19:25: und diese Vorteile biete ich.

00:19:27: Was ist denn für Sie, könnten Sie sich das für Ihr Unternehmen vorstellen?

00:19:31: So, genau, also so hab ich das halt für mich herausgefunden.

00:19:34: Ein nettes Gespräch, führen einfach mal den Bedarf abklopfen,

00:19:39: bitte und danke sagen, hallo und tschüss sagen, und das war's.

00:19:42: Also, wirklich, da wird viel, viel weniger gebissen und aggressiv gefahren,

00:19:46: als vielleicht jetzt erst mal so im Bild ist, ja?

00:19:49: Es kommt halt einfach nur auf den Ton an.

00:19:52: Probier es einfach aus.

00:19:53: Wenn du dich mehr darüber informieren möchtest,

00:19:56: dann kommst du auf den Rhein, da hab ich schon super viel erklärt

00:19:59: und aufgenommen auch unter anderem,

00:20:01: wie du an Gatekeepers vorbeikommst,

00:20:04: wie du Verbindlichkeit steigerst in der Terminierung,

00:20:07: wie du Gesprächseinstiege formulieren kannst und so weiter.

00:20:10: Das findest du auf jeden Fall alles in meinem Podcast.

00:20:14: Dann zwei dritte Frage jetzt.

00:20:16: Wie motivierst du dich, wenn es mal nicht so läuft,

00:20:18: wie erhofft, Umsatzterminierung?

00:20:21: Gehört auch so ein bisschen zu dem Bereich,

00:20:23: den ich gerade erklärt habe.

00:20:25: Ich will ja allerersten Stelle sagen,

00:20:27: mit Motivation hat das irgendwann mal nicht mehr so viel zu tun.

00:20:31: Es ist einfach so, dass ich mittlerweile,

00:20:34: also aus meiner ganzen Erfahrung,

00:20:36: die ich schon jahrelang sammel im Vertrieb,

00:20:38: einfach weiß, dass das dazugehört.

00:20:41: Maufasen gehören genauso dazu wie Hochphasen.

00:20:45: Und ich versuche immer in der Hochphase,

00:20:47: so viel mitzunehmen, wie geht,

00:20:49: weil du hast dann ja einen Momentum kreiert,

00:20:52: du strahlst das aus, du hast eine richtige Power,

00:20:54: du hast deine Kunden, wenn du einen Fuß in die Tür reinsetzt,

00:20:57: du bist da, du bist präsent.

00:20:59: Und das alles nehme ich immer mit in den Hochphasen.

00:21:02: Und dann gibt es auch mal Phasen,

00:21:04: dann läuft es mal zwei, drei Monate nicht.

00:21:06: Und in diesen Phasen versuche ich,

00:21:08: einfach meine Energie und meine Kraft ein bisschen zu bündeln,

00:21:11: mich vorzubereiten, neue Ansätze zu sammeln,

00:21:14: dass ich zum Beispiel sage, ja, okay,

00:21:16: ich gucke mir zum Beispiel Produkte an,

00:21:18: die ich davor noch nicht so viel verkauft habe und überlege mir,

00:21:22: könnte es zum Beispiel sein,

00:21:23: dass die Ansätze sind, die ich in meinem Pitch bringen kann,

00:21:26: dass ich versuche, neue Angebote zu kreieren,

00:21:29: neue Zielgruppen zu erschließen.

00:21:31: Und das gehört einfach für mich zum Job dazu.

00:21:33: Und deswegen, wie motivierst du dich,

00:21:35: wenn es mal nicht so läuft wie erhofft,

00:21:38: ganz einfach durch den Erfahrungswert,

00:21:40: dass ich einfach weiß, dass das zu meinem Job gehört.

00:21:43: Und ja, machen wir uns nichts vor.

00:21:45: Natürlich ist das nervig, wenn du in der Phase drin bist,

00:21:48: wo die achte Absage reinflattert in der Woche,

00:21:50: dann denkst du dir auch so,

00:21:52: aber das gehört im Vertrieb einfach dazu.

00:21:54: Im Vertrieb musst du ein gesundes Maß an Abgebrütheit mitbringen.

00:21:58: Und das meine ich nicht mal negativ.

00:22:00: Nicht dieses Wolf of Wall Street Style,

00:22:02: wo du den Kunden irgendwas verkaufst, Hauptsache, du verdienst Geld.

00:22:05: Sondern mit Abgebrütheit meine ich einfach nur,

00:22:08: dass dir das auch irgendwo egal sein muss,

00:22:10: weil es zu deinem Job dazu gehört.

00:22:12: Das hat nichts mit dir zu tun,

00:22:14: das hat auch nichts mit deinem Unternehmen zu tun.

00:22:17: Das hat einzig und allein etwas mit der persönlichen Kundensituation zu tun.

00:22:21: Ich kapsel mich so ein bisschen ab, dass ich quasi sage,

00:22:24: okay, es nervt zwar, aber es gehört zu meinem Job dazu,

00:22:27: kommen auch wieder bessere Zeiten.

00:22:28: Und ich mach den ganzen Spaß jetzt schon seit über sechs Jahren.

00:22:32: Oder fünf oder so, keine Ahnung, muss ich mir mal anschauen

00:22:35: oder zusammenrechnen.

00:22:37: Und es gab noch nie eine Phase,

00:22:39: die irgendwie länger als vier, fünf Monate ging,

00:22:42: wo ich eine extreme Durchstrecke hatte und mir dann so gedacht habe,

00:22:47: ja, keiner will mehr irgendwas bei mir kaufen.

00:22:49: Ich such dann einfach, Gefahr ist wirklich,

00:22:52: in Selbstmitleid zu versinken und dann so eine Abwärtsspirale mitzunehmen.

00:22:56: Das ist wirklich etwas, wo du dich immer vorschützen musst.

00:22:59: Weil ich hab auch genug Kollegen erlebt,

00:23:01: die dann einfach auch keinen Antrieb mehr hatten

00:23:04: und dann auch nicht mehr fleißig sein konnten,

00:23:06: solche Phasen durchzustehen.

00:23:08: Aber solange du dich da so ein bisschen von abkapselst

00:23:11: und dir vor Augen führst, dass das einfach Part von deinem Job einfach ist,

00:23:15: wird schon am Ende alles gut werden.

00:23:17: Vertrau mir.

00:23:18: Und dann kannst du auch weitermachen,

00:23:20: das an dir abprallen lassen,

00:23:22: weiterterminieren,

00:23:24: weiterteine Bestandskunden terminieren,

00:23:26: weiterteine Akquise machen,

00:23:28: ja, weiter neue Ansätze ausprobieren, an deinen Angeboten feilen.

00:23:32: Und dann wird das schon, ne?

00:23:34: Hört sich Salopp an oder Banal,

00:23:36: aber es ist einfach so in der Praxis.

00:23:38: Ich glaub, das kann jeder unterschreiben,

00:23:40: der länger als drei Jahre schon im Vertrieb arbeitet.

00:23:43: Nächste Frage, die darauf auch gut aufbaut,

00:23:47: ist die Frage, wie erreicht man eine gute Resilienz?

00:23:50: Und dazu gibt's unglaublich viel zu sagen,

00:23:52: ich versuch mich kurz zu fassen.

00:23:54: Einmal vorab, falls du nicht so 100 Prozent diesen Begriff einordnen kannst,

00:23:58: Resilienz wird häufig übersetzt als Widerstandsfähigkeit.

00:24:03: Und es bezieht sich auf die Fähigkeit von Personen oder Gemeinschaften,

00:24:07: schwierige Lebenssituationen wie Krisen oder Katastrophen,

00:24:09: ohne dauerhafte Beeinträchtigung zu überstehen.

00:24:12: Heißt also nichts anderes,

00:24:14: dass du quasi Belastungsstand halten kannst.

00:24:18: Und da muss ich dir wirklich sagen,

00:24:20: und deswegen hab ich diese Frage auch reingenommen,

00:24:23: dass ich tatsächlich nicht so das beste Beispiel dafür bin

00:24:27: und selber auch immer wieder mit diesem Thema zu kämpfen habe.

00:24:30: Und ich hab in der letzten Q&A-Folge, die erste Q&A-Folge,

00:24:36: ich weiß gar nicht mehr, welche Nummer das war,

00:24:38: aber auf jeden Fall hab ich da auch sehr ausführlich

00:24:41: über meinen Burnout gesprochen.

00:24:43: Da hab ich tatsächlich mit 22 oder 23 müsste das gewesen sein,

00:24:47: 22 einen heftigen Burnout gehabt, wo ich einfach zusammengeklappt bin

00:24:51: und dann mit so Herz-Rhythmus-Störungen im Krankenhaus lag,

00:24:55: weil ich mich einfach wirklich kaputt gearbeitet habe.

00:24:57: Ich hatte wochenlang Panikattacken, Schlafstörungen danach.

00:25:01: Ich dachte wirklich, so, das war's so.

00:25:03: Ich hab jetzt echt einen dauerhaften psychischen Schaden davon genommen

00:25:06: und werd nicht mehr so wie vor dem Burnout.

00:25:09: Und das hat mich echt fertig gemacht eine Zeit lang.

00:25:12: Und ich bin dann auch in Therapie gegangen und bla, bla, bla.

00:25:15: Und hab wirklich sehr, sehr exzessiv

00:25:17: und auch ausführlich an diesem Thema gearbeitet.

00:25:20: Und musste mir einfach eingestehen, dass ich immer wieder dazu neige,

00:25:23: mir zu viel zuzumuten und zu viel von mir abzuverlangen.

00:25:28: Und zu viel gleichzeitig zu wollen.

00:25:30: Und alles ganz schnell und toll und was auch immer.

00:25:33: Und es ist insofern besser geworden.

00:25:35: Also, es ist schon fünf Jahre her, Gott sei Dank.

00:25:38: Und ich habe nicht den Eindruck,

00:25:40: dass ich jetzt irgendwie in der Zukunft wieder in diesen Bereich komme,

00:25:44: der Burnout-Gefährdung.

00:25:46: Aber es ist einfach so, dass ich Phasen habe,

00:25:49: wo ich auch immer wieder merke und das ist aktuell zum Beispiel auch so,

00:25:53: dass ich einfach in meine Grenzen komme.

00:25:55: Und ich glaube, wie erreicht man eine gute Resilienz?

00:25:58: Also, der erste Schritt ist einfach auch, sich einzugestehen.

00:26:01: Und das ist wirklich das Allerherd, dass der ehrlich zu sich selber zu sein.

00:26:05: Nicht vor anderem, dieses "Ja, ja, passt schon, ne, ne, mir geht schon gut".

00:26:08: Und selber einzugestehen, wenn du abends im Bett liegst

00:26:11: und stundenlang nicht einschlafen kannst

00:26:13: und dein Kopf kreist um die nächsten Aufgaben und Projekte

00:26:17: und du irgendwelche Sorgen hast, die dich nicht loslassen.

00:26:20: Dass das schon Warnzeichen sind von deinem Körper,

00:26:22: "Oh, irgendwas ist gerade zu viel und das nicht einfach zu überfahren".

00:26:26: Das ist bei mir zum Beispiel so, dass ich einfach merke,

00:26:29: okay, wenn Phasen kommen, wo ich wieder Spannungskopfschmerzen habe,

00:26:33: das sitzt dann so hinter meiner Stirn immer, ja.

00:26:36: Oder ganz, ganz, ganz unruhig bin abends, ja, kurz vorm Schlafen gehen,

00:26:41: so voll unter Strom und schwierig runterkommen und so,

00:26:44: dass ich mir dann immer sagen muss, "Oh, du musst etwas dagegen tun".

00:26:49: Und ich habe für mich selber einfach herausgefunden,

00:26:51: dass das einzige, also einzig nachhaltige dagegen ist,

00:26:56: in den Urlaub zu fliegen.

00:26:57: Weil ich sonst zu Hause einfach nicht runterkomme.

00:27:00: Ich schaffe es nicht zu Hause, Urlaub zu machen. Das geht nicht.

00:27:04: Ich bin dann die ganze Zeit am Machen und tun,

00:27:07: ob ich jetzt einen Vertriebsbuch lese,

00:27:09: ob ich auf irgendeinen Seminar fahre,

00:27:11: ob ich mir irgendwelche Projekte wieder neu ausdenke,

00:27:14: ob ich mir Gedanken über Vertriebsverlieb mache,

00:27:16: ob ich mir Gedanken über meine nächsten Lieds mache und so weiter.

00:27:19: Es klappt einfach nicht. Und das habe ich akzeptiert und eingesehen.

00:27:23: Und mein Ventil ist quasi jetzt neben dem Sport, den ich mache,

00:27:27: dass ich einfach meine Sachen packe und alle zwei, drei Monate

00:27:30: in den Urlaub fliege. Andes schaffe ich es einfach nicht, ja.

00:27:33: Und das ist einfach eine riesige, das ist eine so individuelle Geschichte,

00:27:39: dass ich dir pauschal jetzt gar keine Anleitung geben kann,

00:27:42: sondern dir einfach sagen kann,

00:27:44: du musst für dich selber herausfinden, was dich runterbringt

00:27:47: und das dann auch konsequent einhalten.

00:27:49: Womit ich zum Beispiel meinen Alltag meistere,

00:27:52: ist, dass ich jede Woche einen Wochenende

00:27:55: einen Plan mache, weil ich habe Vertriebsverliebt, ich habe meinen Sport, ich habe meine Freunde,

00:28:00: ich habe natürlich meinen Vertriebsjob, ich habe meine Projekte innerhalb von Vertriebsverliebt,

00:28:05: da zählt zum Beispiel Content-Erstellung, da steht Partnergewinnung, da steht zum Beispiel

00:28:12: eine neue Landingpage, die ich erstellen muss, da steht ein neuer Online-Kurs drauf, den

00:28:16: ich im Designen möchte und so weiter.

00:28:18: Also es sind ja ganz viele verschiedene Baustellen und Bereiche.

00:28:21: Und ich überlege mir jede Woche aufs Neue, wie ich meine Zeit, meine 7 Tage in der Woche

00:28:27: so strukturiere, dass ich in jedem Lebensbereich ein bisschen vorankomme.

00:28:31: Und dann muss ich mich einfach damit zufrieden geben, weil meine Zeit einfach limitiert ist

00:28:34: und ich viele Projekte habe.

00:28:36: So.

00:28:37: Und also das ist auf jeden Fall eine Sache, womit ich meine Widerstandsfähigkeit, ich sag

00:28:42: mal insofern, wie nennt man das, im Griff habe, genau kann man das sagen, im Griff

00:28:50: habe, weil ich mir quasi meine Ressourcen aufteile und dann auch ganz genau weiß, okay, ich brauche

00:28:54: mir jetzt keine Gedanken um dieses Projekt machen, weil dieses Projekt steht zum Beispiel

00:28:58: am Samstag-Aufregender.

00:28:59: Damit helfe ich meinen Gedanken einfach, also meine To-do's zu sortieren und meine Gedanken

00:29:05: einfach insofern zu beruhigen, dass ich sage, okay, jedes Projekt hat seinen Platz in der

00:29:12: Woche bekommen.

00:29:13: So.

00:29:14: Und dann habe ich natürlich auch für mich selber festgestellt, dass zum Beispiel Sport

00:29:18: auch eine extremer Ausgleiche ist.

00:29:20: Also ich gehe drei, vier mal die Woche zum Sport, ich mache CrossFit.

00:29:23: Das ist zum Beispiel eine Art von Sport, die mich extrem runterbringt, weil das körperlich

00:29:28: so anstrengend ist, dass ich wirklich eine Stunde lang über nichts anderes nachdenken

00:29:32: kann.

00:29:33: Aber manche machen das zum Beispiel, indem sie sich aufs Rad setzen, manche machen das

00:29:36: beim Schwimmen.

00:29:37: Also da gibt es ja tausend verschiedene Möglichkeiten.

00:29:40: Und wie gesagt, du musst für dich auch selber herausfinden, was dich runterbringt.

00:29:44: Und bei mir ist es Planung, also Planung, um mich zu sortieren.

00:29:49: Sport als kurzzeitiges Ventil und natürlich auch Zeit mit Freunden und Familie und so.

00:29:54: Und als langfristiges Ventil, um mich wieder runterzuregulieren, brauche ich meine Urlaube.

00:30:00: Und so halte ich seit diesem Burnout von vor fünf Jahren, halte ich meine Belastungsfähigkeit

00:30:08: so im Rahmen, dass ich einfach besser damit umgehen kann.

00:30:11: Aber ich bin noch lange kein Paradebeispiel.

00:30:14: Es gibt oft genug Momente, auch je wie gesagt, jetzt aktuell, wo ich mich überfordert fühle,

00:30:20: wo ich mir denke, so ball, lass mich einfach alle in Ruhe.

00:30:23: Ich möchte mich ausruhen, ich habe keine Lust mehr.

00:30:25: Ja, und was mache ich dann?

00:30:28: Ich fliege in Urlaube.

00:30:29: Also jetzt in zwei Wochen zum Beispiel, fliege ich wieder nach Guatemala.

00:30:32: Ich muss dann auch immer direkt ans andere Ende der Welt gefühlt, so, dass ich wirklich

00:30:39: richtig heftigem Abstand gewinne, einfach von meinem Alltag, aber es funktioniert.

00:30:42: Und das ist das Wichtigste.

00:30:44: Und apropos Guatemala, das ist jetzt zum Beispiel auch ein Thema, was mich jetzt schon wieder

00:30:48: beschäftigt.

00:30:49: Es sind nämlich drei Montage, die quasi auf dem Plan stehen würden während der Zeit,

00:30:53: wo ich weg bin.

00:30:54: Und das bedeutet, ich muss mir natürlich Gedanken machen, oh, wie versorge ich meine

00:30:57: Zuhörerschaft mit neuen Folgen zum Beispiel.

00:30:59: Das ist jetzt auch etwas, was ich mir dann für nächste Woche geplant habe und was ich

00:31:04: dann quasi nicht mehr in meinen Gedanken habe.

00:31:06: Oh mein Gott, was ist mit dem Podcast und was ist mit dem, mit der, weil weiß ich nicht,

00:31:10: was ist, was ist mit den Inhalten und bla, bla, bla, sondern ich weiß, nächste Woche

00:31:14: kümmere ich mich darum, da brauche ich mir jetzt diese Woche keine Gedanken mehr darüber

00:31:18: machen.

00:31:19: Na?

00:31:20: Okay, gut.

00:31:21: Also ich hoffe, dass ich dieses Thema jetzt nochmal besser aufgreifen konnte, muss

00:31:26: jeder wie gesagt auch für sich selber herausfinden.

00:31:28: Das ist so der abschließende Satz dazu.

00:31:31: So, nächste Frage, die ich echt auch sehr spannend finde, folgen dir Kundeninteressenten,

00:31:38: sprechen diese dich in den Gesprächen auf die Methoden an.

00:31:41: Sehr interessante Frage und ja, mir folgen Kunden und Interessenten und Geschäftspartner

00:31:48: und so weiter.

00:31:49: Ich meine, in der heutigen Zeit, vor allem wenn du mit größeren Unternehmen im Gespräch

00:31:53: bis hat gefühlt, hat eigentlich schon jeder LinkedIn und da vernetzt man sich einfach auch

00:31:57: wenn man ein gutes Gespräch hatte, natürlich sehen die dann auch die Videos, die ich hoch

00:32:02: lade.

00:32:03: Und ich sage dir ganz ehrlich, dagegen machen kann ich nichts, weil ich gehe ja in den

00:32:08: sichtbaren Bereich, ich baue mir eine Personenmarke auf und das jetzt irgendwie zu verstecken

00:32:13: oder so, das wäre unauthentisch.

00:32:15: Also es gehört einfach zu mir, es gehört zu Vertriebsverliebt und ich möchte auch persönlich

00:32:20: mit niemandem zusammenarbeiten, der damit ein Problem hat.

00:32:23: Ist mir tatsächlich bis jetzt auch noch nicht passiert, wenn dann überhaupt unterschwellig,

00:32:29: wo ich sowieso schon gemerkt habe, oh, wir sind nicht so auf einer Wellenlänge und ich

00:32:33: bin vielleicht auch nicht die richtige Ansprechpartnerin für den Kontakt, finde ich vollkommen okay,

00:32:40: ich kann damit leben, ich muss nicht mit jedem gute Geschäft machen.

00:32:43: Ich muss mit den Menschen Geschäfte machen, mit denen ich gut klar komme und denen ich

00:32:49: bin, wo mein Produkt den gewissen Bedarf abdeckt, das ist mein Anspruch quasi an der Zusammenarbeit.

00:32:55: Ich hatte auch schon Gespräche, da hat mich eine Kundin mal angerufen, meine ich so, ja,

00:33:02: also weißte, ich sehe sie gefühlt jeden Tag jetzt auf meiner Timeline bei LinkedIn und

00:33:06: ich finde es alles super und toll und bla bla bla und die interessieren sich dann auch richtig

00:33:10: dafür und dann erkläre ich denen auch, warum ich das mache.

00:33:14: Also quasi, na wissen sie, ich baue mir ja jetzt auch was auf, mir ist es super wichtig

00:33:18: und ich möchte nämlich auch irgendwann mal im Ausland leben und das schaffe ich halt,

00:33:23: indem ich mir etwas Unabhängigeres aufbaue, ja, das ist ganz klar mein Ziel, also da spiele

00:33:27: ich mit den offensten Karten und ich habe einfach wirklich die Erfahrung gesammelt,

00:33:31: je offener du mit Menschen bist, desto offener sind sie zu dir und dann öffnen die sich

00:33:36: auf einmal und dann hat die auch gesagt, ja, das ist auch ein großes Ziel von mir, so

00:33:40: ich träume ja schon die ganze Zeit nach Zypern zu gehen und da habe ich auch schon Häuschen

00:33:44: gekauft und bla bla bla und solche Sachen, ja und auf einmal bist du auf einer ganz anderen

00:33:49: Ebene und deswegen, ja, es passiert tatsächlich nicht so oft, weil ich jetzt natürlich auch

00:33:54: keine prominente Persönlichkeit bin, ja, aber wenn man mir folgt auf LinkedIn zum Beispiel,

00:34:00: dann kommt man da schon sehr schnell drauf und ja, die meisten, die sind da total entspannt

00:34:07: mit einigen wenigen sprechen mich darauf an und dann geht es aber weniger um die Methoden,

00:34:12: sondern um das Warum hinter diesen Videos, was ich damit erreichen will, ne, also bis

00:34:18: jetzt super cool und ja, hat mich bis jetzt noch nicht ausgebremst, genau.

00:34:24: Nächste Frage, Vertriebsziel deutlich höher in 2025, Zielgehaltsanpassung fordern gerechtfertigt

00:34:31: Fragezeichen. Also zu dieser Frage gibt es meiner Meinung nach zwei Ausgangssituation.

00:34:38: Es gibt einmal die Ausgangssituation, dass ein Vertriebsziel angehoben wird, weil, keine

00:34:45: Ahnung, die Vertriebsleitung zum Beispiel oder die Geschäftsführung einfach mehr Leistung

00:34:49: sehen möchte, ja, dass es quasi allgemein irgendwie so alles ja so durchschnittsmäßig

00:34:58: erledigt worden ist und der dann halt einfach sagen will, na ja, du musst halt jetzt hier

00:35:03: auch ein bisschen was leisten, damit du an deine, ja, damit du entsprechend auch damit

00:35:09: das gerechtfertigt ist, was wir bezahlen. So, das wollte ich einfach damit sagen, ja.

00:35:13: Das ist quasi die erste Ausgangssituation, die ich schon auch erlebt habe, dass ein Unternehmen

00:35:18: einfach, ich sag mal, die Euros hinterher schmeißt und sich dann die Mitarbeiter so ein bisschen

00:35:24: drauf ausruhen, so von wegen du ganz ehrlich, ich hab Firmenwagen, ich hab Tankharte und

00:35:29: das ist eigentlich Easy Pisy, weil ich hab ein sehr, sehr hohes Fixum und muss ein durchschnittliches

00:35:35: Ziel erreichen, dass ich noch Bonizahlungen dazu bekomme, ja, also das ist quasi die eine

00:35:39: Ausgangssituation. Und dann gibt es nochmal die Ausgangssituation, wo von den besten noch

00:35:46: mehr abverlangt wird. Und das ist dann ein Punkt, also ich werde jetzt gleich auf beide

00:35:50: Situationen eingehen, aber das Letzter ist auf jeden Fall ein Punkt, was ich zum Teil

00:35:55: nachvollziehen kann, weil ich auch drei Jahre mit zu den besten gehört hab. In einem Jahr

00:36:01: war ich sogar auch die beste und da wird natürlich drauf geschaut, ja, dass das, ich

00:36:07: sag mal, stärkste Pferd im Stall, ja, wenn man das jetzt so metaphorisch betrachten kann,

00:36:11: das Zugpferd, natürlich zieht das irgendwie das Team quasi hinterher und bist in einem

00:36:16: gewissen Grad kann ich das auch verstehen, ne, dass man dann gesagt wird, ach komm,

00:36:20: weißte was, du kriegst jetzt hier nochmal den Teil des Gebietes, das schaffst du doch

00:36:24: mit links, weil wenn ich den jetzt bearbeite, dann kriege ich dann natürlich auch meine

00:36:27: Provisionen da drauf, ja. Aber ich sag mal so, bist in einem gewissen Grad ist das verständlich

00:36:33: und auch vertretbar und ab einem gewissen Grad ist es einfach nur unfair, wenn sich nichts

00:36:38: an dem Bonisystem sag ich mal ändert, ja, weil wenn du von deinen besten Leuten noch

00:36:42: mehr abverlangst, dann musst du ihnen auch einen Anreiz geben. Und wenn dieser Anreiz

00:36:47: nicht da ist, weil das Vertriebsziel zum Beispiel erst mal erreicht werden muss, damit du dann

00:36:53: deine Boni bekommst, die du davor auch schon bekommen hast, wenn du deine niedrigeren

00:36:58: Ziele erreicht hast, dann ist das einfach unfair und auch unklug von der Leitung oder

00:37:02: Geschäftsführung, weil so wirst du deine guten Leute vergraulen. Also ich finde das

00:37:08: unlogisch seine guten Leute damit zu bestrafen, so hey du schau mal, jetzt gebe ich dir nochmal

00:37:14: ein höheres Ziel und ja, schau es halt einfach mal was du daraus machst. Das ist in der Praxis

00:37:23: bis jetzt noch nie gut ausgegangen. Das habe ich schon bei vielen beobachtet, die dann

00:37:26: halt einfach zu einem anderen Unternehmen gezogen sind, wo die dann gesagt haben, du

00:37:29: ganz ehrlich, ich gehöre zu den besten, aber irgendwie wird meine Leistung nicht mehr so

00:37:33: richtig gewürdigt bzw. einfach als selbstverständlich gesehen und das möchte man nicht, das möchte

00:37:41: kein Mensch als selbstverständlich gesehen werden mit seiner Leistung, ja. Also das ist

00:37:45: auf jeden Fall etwas, wo ich nochmal ins Gespräch gehen würde bei diesem Ausgangspunkt, aber

00:37:49: das musst du subjektiv für dich entscheiden, ist das, weil ich so gute Leistungen gebracht

00:37:55: habe und weil meine Leistung als selbstverständlich gesehen wird, dann würde ich auf jeden Fall

00:38:00: in die Verhandlungsrunde nochmal gehen und über meine Boni sprechen und über Bedingungen

00:38:06: sprechen und sagen, du ganz ehrlich, ich kann gerne noch mehr Gas geben, kein Thema, aber

00:38:09: dann möchte ich halt auch mehr Geld sehen. Also da würde ich mich nicht so abfrühstücken

00:38:13: lassen. Die zweite, also die andere Situation, muss ich dir ehrlicherweise sagen, also da

00:38:21: kannst du jetzt natürlich nicht so viel für, wenn das, wenn dem jetzt so ist, dass irgendwie

00:38:26: Ziele angepasst werden, weil die Geschäftsführung irgendwie gesehen hat, ja, wir schmeißen den

00:38:30: irgendwie die Euros dahinterher, die Gebiete und keiner macht so richtig was, deswegen

00:38:34: müssen wir einen stärkeren Anreiz setzen. Also Leistung soll belohnt werden, aber Leistung

00:38:38: muss erst einmal erbracht werden, dann solltest du dich auf jeden Fall reflektieren und dir

00:38:43: überlegen, gehör ich zu diesem Durchschnitt, der sich quasi einfach zurückgelehnt hat

00:38:48: und so nach dem Minimum Maximum Prinzip gegangen ist oder will ich richtig Vollgas geben. Also

00:38:53: es kommt immer ganz drauf an. Ich bin immer grundsätzlich ein sehr großer Fan von offener

00:38:58: Kommunikation. Wenn du das Gefühl hast, das wurde unfair angehoben und das ist begründbar

00:39:04: unfair, dann würde ich immer in das offene Gespräch gehen und auch Feedback geben, wie

00:39:09: das rüberkommt, diese Zielgehaltsanpassung zum Beispiel, weil am Ende des Tages ist

00:39:14: ein Unternehmen von zwei Faktoren extrem abhängig. Das ist einmal Kunden, weil ohne Kunden gibt's

00:39:20: keinen Umsatz, geht's einem Unternehmen nicht gut, geht Pleite. Und auf der anderen Seite

00:39:24: Mitarbeiter, die für das Unternehmen arbeiten und gemeinsam die Ziele verwirklichen. Und

00:39:30: wenn du gute Mitarbeiter, wenn du Mitarbeiter vergraulst, dann kann dein Ziel, dann kann

00:39:35: dein Umsatzziele und die Boni noch so attraktiv sein. Wenn keiner dafür arbeiten will, dann

00:39:39: hast du als Geschäftsführung nen Problem. Und ich finde es immer sehr, sehr schön, wenn

00:39:43: man einfach jemanden die Möglichkeit gibt, ein gewisses Feedback zu bekommen, was dann

00:39:47: die Personen daraus machen, steht nochmal in den Sternen, ja, steht auf nem anderen

00:39:51: Blattpapier, aber dass du zumindest mal die Möglichkeit gibst. So. Und deswegen, also

00:39:56: mehr kann ich dazu eigentlich gar nicht so richtig sagen. So oder so würde ich immer

00:40:00: das offene Gespräch suchen und einfach mal schauen, was möglich ist, ja, und dass du

00:40:04: vielleicht das nochmal besser nachvollziehen kannst, was genau zu dieser Anpassung zum

00:40:10: Beispiel geführt hat. Das würde mich an deiner Stelle brennend interessieren.

00:40:13: Gut, nächste Frage, wir haben noch vier und wir sind schon bei Minute 40, deswegen versuche

00:40:20: ich mich mal so ein bisschen zu sputen, weil sonst rede ich ja noch zwei Stunden heute.

00:40:23: Nächste Frage, ist es möglich, B2C-Kontakte als Besucher auf Messen zu knüpfen und wenn

00:40:31: ja, wie Vertriebler solar? Ganz einfache und schnelle Antwort, ja, zu 100 Prozent. Also

00:40:37: natürlich ist es möglich, B2C-Kontakte auf Messen zu knüpfen und wie das funktioniert,

00:40:43: indem du einfach offen bist und Gespräche suchst. Also viel zu viele Vertriebe haben, 24/7,

00:40:49: immer diesen Kack Verkaufsgedanken im Hintergrund. Das kapiere ich einfach nicht. Die denken

00:40:53: dann irgendwie dein Gegenüber, merkt nicht, dass du das Gespräch nur suchst, damit du

00:40:58: nachher deine Leistung verkaufen kannst. Das merken Menschen. Menschen spüren das,

00:41:02: wenn du eigennützig unterwegs bist. Schmeiß mal diesen kompletten Vertriebsgedanken über

00:41:07: Bord und versuch doch erst mal ein normales Gespräch mit jemandem aufzubauen, Smalltalk

00:41:13: mäßig. Das ist so easy peasy. Komischerweise funktioniert das immer, wenn du irgendwo in

00:41:18: Bargays in ein Club, wenn dann so zwei, drei Bierchen getrunken worden sind, dann sind

00:41:22: auf einmal alle super kommunikativ und haben sich mega lieb. Aber wenn du mal diese Basis-Toration

00:41:28: so wegnimmst, dann läuft man so total versteift und so durch ein Alter, obwohl es eigentlich

00:41:34: dieselben Menschen sind. Ja und deswegen kann ich einfach nicht nachvollziehen, wieso sich

00:41:38: Menschen damit so schwer tun, einfach andere Menschen anzusprechen. Ja, schmeiß diesen

00:41:43: ganzen Vertriebsgedanken weg einfach und versuch doch einfach, wenn du irgendwie in der Mittagspause

00:41:50: bist oder mal an der Kaffeemaschine einfach einen Gespräch aufzubauen. Ja, hey, ich wollte

00:41:57: mal fragen so, wo kommt ihr eigentlich her? Und dann, ja, du ist doch so, ach Mensch, da hab ich ja

00:42:03: zwei Jahre gewohnt und so, wie geht's da dem Fußballclub? So zack, zack und dann hast du auf einmal

00:42:10: fünf Minuten Gespräch und dann baut sich das Ganze total natürlich auf. Dann kannst du fragen,

00:42:14: ja, was zieht euch denn hier zur Messe? Habt ihr irgendwas Besonderes gesehen? Bei welchem Stand

00:42:19: soll ich mal vorbeischauen? Was könnt ihr empfehlen? Was sind eure Learnings heute? Blah,

00:42:24: blah, blah. Habt ihr euch schon mal mit Solar befasst? Ja und dann investierst du da mal zehn Minuten

00:42:30: Zeit rein und so baut sich dann so ein Gespräch auf. Da hab ich auch schon mal eine Folge zur Aufgenommen,

00:42:35: dass du zum Thema Messekontakte knüpfen, Messeakfise und so, hör da gerne mal rein. Es geht

00:42:42: im Grunde genommen einfach nur darum, ein Gespräch mit jemandem anzufangen und zu schauen und sich

00:42:50: so langsam abzutasten, sag ich mal, und zu schauen, inwiefern ist diese Gesprächsperson

00:42:55: eigentlich in dem Moment relevant oder nicht? Punkt. Und du wirst schon deine Benefits haben,

00:43:01: schau einfach, dass du nette Gespräche führst und wenn es passt, dann bringst du das an und wenn

00:43:07: nicht, dann versuchst du halt, versuchst du Smalltalk mit jemandem zu machen. Ganz einfach. Also,

00:43:13: das ist wirklich absolutes Kommunikations-1x1. Sprich andere so an, wie du auch angesprochen

00:43:21: werden möchtest und dann wirst du riesigen Erfolg haben. Gut, drittletzte Frage oder

00:43:27: drittvorletzte Frage. Arbeitest du auch auf Provisionbasis oder bist du irgendwo fest

00:43:33: angestellt? Nein, ich arbeite 100 Prozent auf Provisionbasis, ich bin Handelsvertreterin für

00:43:39: ein Medienkonzern, bedeutet, dass ich mein eigenes Gebiet habe und Geld verdiene, wenn ich verkaufe.

00:43:48: So, und wenn ich nicht verkaufe, dann verdiene ich kein Geld. Das ist aber insofern für mich

00:43:54: ganz praktisch, weil ich durch die Handelsvertreterregelung sozusagen eine selbstständige Inhalte

00:44:00: des Unternehmens bin. Also, ich kann tun und machen, was ich will, ich habe keine Umsatzvorgaben,

00:44:04: ich habe schon Umsatzvorgaben, die ich erfüllen muss und mich jetzt ganz zurückziehen, irgendwie

00:44:10: und drei Monate nichts von mir hören lassen. Da muss ich schon auch in den Austausch gehen,

00:44:14: dass meine Projekte quasi, also wenn wir so Aktionen haben, dass die auch bedient werden und so,

00:44:18: aber im Grunde genommen kann ich tun und lassen, was ich will und wenn ich Geld verdiene,

00:44:24: verdient der Konzern auch Geld. Und wenn ich kein Geld verdiene, dann verdient der Konzern auch

00:44:28: kein Geld. Also, ganz einfach, ich fühle mich damit total wohl, weil ich in meiner Zeitgestaltung

00:44:34: total frei bin, ich kann Vertriebsverliebte dann noch wunderbar mit Verbinden, da grätscht mir

00:44:38: keiner rein und trotzdem verdiene ich echt sehr gutes Geld und bin, was das Thema angeht, super

00:44:45: happy. Aber es muss natürlich zu dir passen, also du bist natürlich in einem ganz anderen Druck

00:44:48: ausgeliefert, du hast andere Fixkosten, ich zahl z.B. meine Krankenversicherung 100% selber,

00:44:53: das sind alles Faktoren, die musst du selber für dich abwägen, sag ich mal, aber zu mir

00:44:58: passt dieses Modell auf 100%iger Provisionsbasis wunderbar. Vorletzte Frage, woher wusstest du,

00:45:06: dass Vertrieb dein Ding ist? Ist eigentlich auch eine sehr schöne Frage und eigentlich auch super

00:45:11: schnell zu beantworten. Ich weiss, wusste, dass Vertrieb mein Ding ist, weil ich viel ausprobiert

00:45:18: habe und das ist auf jeden Fall auch etwas, was ich jedem da draußen ans Herz lege. Woher

00:45:23: willst du wissen, ob du gut in etwas bist oder nicht, wenn du es nicht ein einziges Mal ausprobiert

00:45:29: hast? Klar muss ich dir sagen, natürlich brauchst du eine paar Grund, ich sag mal Charakterzüge oder

00:45:38: Persönlichkeitszüge, Grundfähigkeiten, die du mitbringen musst. Also eine extrem introvertierte

00:45:44: Person wird wahrscheinlich im Vertrieb weniger glücklich werden, weil du schon sehr viel auf

00:45:49: Menschen zugehen musst. Du musst sehr viel outreach, also quasi den ersten Schritt machen, auf

00:45:55: jemanden zu. Und das sind natürlich Sachen, damit hatte ich noch nie ein Problem. Ich war immer

00:46:00: schon mein ganzes Leben super offen, super easy peasy, was zur Kommunikation und sowas angeht. Und

00:46:06: ich war auch schon immer sehr schlagfertig, also ich habe mir selten was sagen lassen. Bin mit

00:46:11: deinen Eltern schon immer aneinander geraten, mit Leuten, die irgendwie in meinen Augen einfach,

00:46:20: wo es Meinungsverschiedenheiten einfach gab. Da gab es auch immer sehr rege Diskussionen,

00:46:28: nenne ich es jetzt mal. Aber wie gesagt, das waren so meine Grundzüge und deswegen war mir klar,

00:46:33: okay, das bringe ich quasi mit und ich habe es einfach ausprobiert. Ich habe so viele verschiedene

00:46:39: Sachen ausprobiert. Ich war mal Backkeeperin, ich habe Industriemechanikerin gelernt. Ich war

00:46:44: FBA-Sellerin, also hatte eine Amazon-Marke, dann hatte ich mal eine Yogamatenmarke,

00:46:49: ich habe mal Affiliate-Marketing gemacht, ich habe Network-Marketing gemacht, ich war Projektmanagerin

00:46:59: bei einem Start-up, ich habe Amazon-Bewertungen verkauft, ich habe einen Amazon-Seller betreut

00:47:08: und seine Mitarbeiter angelährt, was die Produktoptimierungen angehen und dann habe ich halt

00:47:14: gedacht, du ganz ehrlich, nicht das Step jetzt hier, Vertrieb, da waren kaum Einstiegshürden,

00:47:19: ich habe von der Persönlichkeit hereingepasst, probiere ich einfach mal aus und so bin ich

00:47:23: da hängen geblieben. Und deswegen habe ich es gewusst, indem ich es ausprobiert habe und

00:47:30: dem ich mich einfach auch getraut habe, mich vor allem in meinen jungen Jahren immer und immer

00:47:35: und immer wieder zu erfinden. Es gibt ja immer wieder so diese Generationskonflikte, wo dann

00:47:41: immer wieder irgendwie so auf die Gen Z gezeigt wird und gesagt wird, so ja, die jungen Leute wollen

00:47:46: nicht mehr arbeiten, die haben keinen Durchhaltevermögen mehr, die machen so Arbeitgeberhopping

00:47:53: hier mal ein halbes Jahr, da mal ein halbes Jahr, das finde ich in absolutem falschen Ansatz,

00:47:58: weil ich finde vor allem auch die Gen Z, die sind einfach, die sind sich ihrer Werte bewusst,

00:48:05: die sind sich dem Überangebot an Möglichkeiten bewusst, was es vielleicht vor 30 Jahren noch

00:48:11: gar nicht so extrem gab, aber das kann auch anstrengend sein, es ist jetzt nicht so, dass das

00:48:15: irgendwie so ein Schlaraffenland ist, sondern im Mehr des Überangebots kannst du dich auch

00:48:20: selber verlieren in deinen Möglichkeiten. Und es ist einfach so, dass wir einen unglaublich

00:48:26: großen Auswahl haben und du wählen kannst, zu wem gehe ich, wo sind die Benefits, die für

00:48:32: mich persönlich am besten sind, ja und das erlaubt sich diese Generation einfach und das

00:48:37: finde ich super, super stark, weil wenn du dich nicht jetzt ausprobierst, in deinen 20ern, in

00:48:43: deinen 30ern, wann denn dann? Ich finde es auch unglaublich stark, ich war auch bei einem Unternehmen

00:48:49: mal angestellt, wo ich zwei Jahre lang die Vertriebsschulungen auch gemacht habe, ich habe

00:48:53: Leute reinkommen sehen oder neue Kollegen reinkommen sehen, die 20 Jahre lang in ihrem Job

00:48:59: waren und die jetzt nach einer neuen Herausforderung suchen, finde ich auch unglaublich stark, sobald

00:49:05: du merkst irgendwie, du bist nicht mehr glücklich, du kommst nicht mehr weiter, dein Herz, deine

00:49:10: Seele sehn sich nach irgendwas Neuem, weil du irgendwie merkst, da ist irgendwie, da sind noch so

00:49:15: viele Sachen mehr, die ich erfahren kann, über mich selber, über meinen beruflichen Werdegang,

00:49:20: go for it, so dafür ist das Leben noch da, sich auszuprobieren und zu schauen, was passt zu mir,

00:49:25: was passt zu meinem Leben und du musst dich auch nicht festsetzen für die nächsten 20 Jahre,

00:49:30: wer weiß, ob ich in 15 Jahren noch im Vertrieb arbeiten werde, kann mir kein Mensch sagen, ja,

00:49:34: ich weiß nur, dass ich jetzt für die nächsten zwei, drei Jahre vielleicht damit bedient bin, so und

00:49:40: deswegen hier der krasse Appell, also hier der eindeutige eindringliche Appell, probieren, wie

00:49:46: nennt man das, probieren geht über studieren, ich bin echt nicht gut, was so diese Sprüche angeht,

00:49:52: aber du weißt, was ich meine, also quasi ausprobieren, Übung macht den Meister und Praxis ist wirklich

00:49:58: das, was dich schauer machen wird und nicht diese ganzen theoretischen Szenarien, die du dir

00:50:03: vielleicht in deinem Kopf ausmalst, so mit Blick auf die Zukunft. Gut und last but not least, letzte

00:50:12: Frage, ich Strukturvertriebler komme mit umsatzstärksten Mitarbeiter nur noch schwer aus, was tun? Also

00:50:20: du ganz ehrlich, ich finde diese Frage tatsächlich sehr knifflig und nicht eindeutig beantwortbar,

00:50:28: das einzige, was ich dir dazu sagen kann, ist hör auf dein Bauchgefühl, also das hört sich auch

00:50:32: schon wieder so banal an, ja, wie so eine Floske irgendwie, aber ganz ehrlich, wenn du das Gefühl

00:50:37: hast, dieser Mitarbeiter macht dir Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, stört die Harmonie und du arbeitest

00:50:43: einfach wegen diesem Mitarbeiter, also gehst deinem Job nicht mehr so gerne nach. Ey, dann ist das

00:50:49: für mich, dann ist das für mich keine Frage mehr, egal wie viel Umsatz dieser Mitarbeiter bringt,

00:50:53: aber Geld ist ab nem gewissen Punkt auch nicht alles, du machst das ja nicht irgendwie, weil er

00:50:58: deine Existenz sich hat, sondern du schaust natürlich auf deinen Gewissen, auf deinen Umsatz

00:51:03: und klar, bringt dir was und bla bla bla, aber ganz ehrlich diesen Mitarbeiter hast du ja auch irgendwie

00:51:07: aufgebaut oder mit reingeholt, ja, warum? Also das ist ja jetzt nicht der einzige, der dir starken

00:51:13: Umsatz bringen kann, klar, dauert das dann vielleicht mal, bis du so einen Mitarbeiter aufbaust, aber

00:51:18: das sollte niemals über Harmonie stehen und Spaß an der Arbeit und Erfolg. Und wenn du echt das

00:51:25: Gefühl hast, so boah, damit komme ich einfach nicht mehr klar, dann ist das Zeit, dann ist es Zeit,

00:51:31: sich von diesem Mitarbeiter zu trennen. Also so würde ich es machen, weil wenn ich irgendwie

00:51:36: das Gefühl habe, ich komme zur Arbeit und da ist Disharmonie, dann auf gut Deutsch gesagt,

00:51:41: scheiß ich auf das Geld, weil wenn es mir keinen Spaß mehr macht, dann ist das ja eigentlich nur

00:51:45: noch Schmerzensgeld, was du bekommst, ja? Also deswegen für mich persönlich wäre das ne ganz

00:51:51: klare Sache, wenn ich auch das Gefühl habe, so, ich weiß ja nicht, was zwischen euch passiert ist,

00:51:55: ob das irgendwie was Persönliches ist oder sich dieser Mitarbeiter schon immer irgendwie ein bisschen

00:52:00: schwieriger war, aber er halt einfach oder sie ein vertriebliches Talent oder so hatte, aber du

00:52:07: von Anfang an irgendwie wusstest, das ist ein schwieriger Charakter oder so, dann hast du

00:52:10: vielleicht schon von Anfang an die Signale über sehen, auch bewusst, ne? Das kommt immer

00:52:17: getroffen an. Also im ersten Schritt bin ich immer ein sehr großer Fan von offener Kommunikation,

00:52:21: Feedbackgespräch, zu schauen, können wir gemeinsam an dieser Sache arbeiten, ja oder nein? Und wenn

00:52:28: du da keinen Ausweg mehr siehst, dann bin ich ein großer Fan von ich lasse los, was mich festhält

00:52:34: und was mich auch unglücklich macht, ne? Also es ist immer schwierig, es ist genauso, wenn du jahrelang

00:52:40: mit jemandem zusammen bist und du merkst, so, boah, also irgendwie habe ich so mein Spark verloren,

00:52:46: so dieses Strahlen, ich merke irgendwie so Tag ein Tag aus, das zieht mich runter,

00:52:50: dann ist es einfach an der Zeit sich von dieser Person zu trennen, wenn du quasi natürlich

00:52:57: dran gearbeitet hast, bla bla bla, ja, aber sagen wir mal, du kommst an den Punkt, es hilft, es wird

00:53:01: nicht mehr besser, du entliebst dich vielleicht auch ein Stück oder so, sorry, dann ist es immer an

00:53:06: der Zeit sich zu trennen. Also was anderes, was anderes, sag mir mal, was der Plan B wäre, ja?

00:53:13: Aber es ist meine Meinung, ich weiß nicht, was zwischen euch passiert ist, aber wie gesagt,

00:53:19: offener, offenes Gespräch und wenn es dann nicht geht, dann scheiß auf das Geld und trenne dich

00:53:26: von den Mitarbeitern, der dir Bauchschmerzen macht. Gut, meine Lieben, das wäre es für heute gewesen,

00:53:33: das sind zehn Fragen aus der Community, ich blicke jetzt gerade so ein bisschen auf die Zeit und

00:53:39: hoffe einfach nur, dass ich euch nicht allzu sehr gelangweilt habe mit meinen ausschweifenden

00:53:45: Erklärungen und vielleicht bin ich auch an der einen oder anderen Stelle ein wenig abgedriftet,

00:53:49: aber mir war das einfach extrem wichtig, ungefiltert darauf zu antworten, ja, und einfach meinen

00:53:55: Gedanken so freien Lauf zu lassen und einfach das zu nennen, was mir am ersten Impul zugekommen ist,

00:54:02: ja, und es hat mir auf jeden Fall riesig, riesig viel Spaß gemacht und ich würde mich riesig darüber

00:54:08: freuen, wenn ihr mir an der Stelle einfach ein Feedback hinterlasst, gerne auch wieder auf Instagram,

00:54:13: ihr könnt mir aber gerne auch auf LinkedIn schreiben oder eine Email, hellenheitvertriebsverlieb.de,

00:54:17: schreibt mir einfach mal, wie findet ihr das, wie findet ihr meine Ansichten, ja, gibt es irgendwas,

00:54:22: was zum Beispiel konträr ist, wo ihr eine ganz andere Meinung zu habt, super gerne einfach mal

00:54:28: ein gewisses Feedback dalassen, es interessiert mich einfach nur, wie solche Folgen auch bei euch

00:54:35: da draußen ankommen, ja, und ob ihr auch Erkenntnisse zum Beispiel gewinnen konntet aus der heutigen

00:54:41: Folge, ja, ob ich euch irgendwelche Ansätze mitbringen konnte, mitgeben konnte, die euch in

00:54:46: irgendeinem Punkt vielleicht übertragend oder übergreifend weitergeholfen haben, ja. Gut, also,

00:54:53: dann wär's das an der Stelle für heute gewesen, ich freue mich riesig, riesig, riesig, ja, über

00:55:00: diese Folge, dass du heute reingehört hast und dass du gemeinsam mit mir das 100, also das

00:55:05: Folgenspecial, die hundertste Jubiläumsfolge feierst, immer noch unglaublich und unvorstellbar

00:55:10: für mich und ja, schauen wir mal, wie lange es dauern wird, bis die zweihundertste Folge rauskommt,

00:55:17: da werde ich mir auf jeden Fall auch etwas überlegen, ja, aber da bis dahin haben wir noch

00:55:20: ein bisschen Zeit. Gut, dann schöne Woche euch und bis ganz bald, eure Helena, ciao ciao.

00:55:26: [Musik]

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